Bau-Glossar: Fachbegriffe zu Baustrom, Normen und elektrischer Sicherheit
Im Bau-Glossar von WALTHER ELECTRIC erklären wir die wichtigsten Begriffe rund um Baustrom, Normen und elektrische Sicherheit auf Baustellen. Bei Planung, Installation und Abnahme von Baustromanlagen treffen Sie auf viele Fachbegriffe, Abkürzungen und Vorschriften. Das Glossar erklärt sie verständlich, von der Abschalteinrichtung über die Duo-Verriegelung bis zu DIN VDE 0100-704. So behalten Sie den Überblick und entscheiden sicher bei Ihren Bauprojekten.
Abschalteinrichtung
Eine Abschalteinrichtung ist eine Vorrichtung im Baustromverteiler, die eine vollständige Unterbrechung der Stromzufuhr ermöglicht. Sie dient der Sicherheit und muss gemäß DIN VDE 0100-704 abschließbar sein und so gestaltet werden, dass auch elektrotechnische Laien sie bedienen können. Typischerweise handelt es sich um einen Hauptschalter oder Leistungsschalter, der den gesamten Baustromverteiler spannungsfrei schaltet. Diese Einrichtung ist entscheidend für Wartungsarbeiten und Notfälle, um die Stromversorgung schnell und sicher zu trennen.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-704
Allstromsensitiver FI (RCD Typ B)
Ein Fehlerstromschutzschalter (FI) vom Typ B erkennt neben Wechsel- und pulsierenden Gleichfehlerströmen auch glatte Gleichfehlerströme. Er ist vorgeschrieben für Drehstromsteckdosen bis 63 A auf Baustellen, da dort häufig Geräte mit Frequenzumrichtern oder elektronischen Steuerungen betrieben werden, die Gleichfehlerströme erzeugen können. Diese Schutzschalter verhindern den Ausfall der Schutzfunktion bei modernen Geräten und sind daherein zentrales Element der Baustromsicherheit.
Relevante Normen: DIN VDE 0100-530, DIN VDE 0100-704
Anmeldung Baustrom
Die Anmeldung für Baustrom ist der formale Antrag beim zuständigen Netzbetreiber zur Bereitstellung eines temporären Stromanschlusses für eine Baustelle. Sie umfasst Angaben wie Standort, gewünschte Anschlussleistung, geplante Dauer und technische Anforderungen. Ohne Anmeldung ist eine Netzanbindung und eine Installation von Baustromverteilern nicht möglich.
Relevante Normen: Technische Anschlussbedingungen (TAB)
Anschlusswert
Der Anschlusswert bezeichnet die maximale elektrische Leistung (in kW oder kVA), die ein Gerät oder eine Anlage aufnehmen kann. Er ist entscheidend für die Dimensionierung des Baustromanschlusses und die Auswahl geeigneter Verteiler und Schutzgeräte und dient somit als Grundlage für die Berechnung der Anschlussleistung und die Abstimmung mit dem Netzbetreiber.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-704
Baustrom
Baustrom bezeichnet die zeitlich befristete Stromversorgung für Baustellen, Veranstaltungen oder andere temporäre Einrichtungen. Die Einspeisung erfolgt in der Regel über einen benannten Anschlusspunkt – häufig ein Kabelverteilerschrank (KVS) – in einen Baustromverteilerschrank mit eigener Messung. Die Ausführung muss den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) des Netzbetreibers entsprechen. Nach Abschluss der Bauphase wird die provisorische Anlage zurückgebaut.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-704
Baustromanschluss
Ein Baustromanschluss ist ein temporärer Stromanschluss, der vom Netzbetreiber für eine Baustelle bereitgestellt wird. Er bildet die Schnittstelle zwischen dem öffentlichen Netz und der Baustromanlage. Der Baustromanschluss mussrechtzeitig beantragt werden, um Verzögerungen beim Baustart zu vermeiden.
Relevante Norm: TAB des Netzbetreibers
Baustromverteiler
Ein Baustromverteiler ist eine mobile Einheit zur sicheren Verteilung von Strom und somit eine zentrale Komponente für die Stromvesorgung auf Baustellen. Er enthält Steckdosen unterschiedlicher Bauarten, Schutzschalter (FI/RCD, LS-Schalter) und häufig auch einen Stromzähler. Die Bauweise muss robust und wetterfest sein.
Relevante Norm: DIN EN 61439-4
Bajonettring
Ein Bajonettring ist ein mechanisches Verriegelungselement an Steckvorrichtungen mit hoher Schutzart (z. B. IP67). Durch eine Drehbewegung sorgt eine Bajonettverriegleung für eine sichere und dichte Verbindung, um das Eindringen von Staub und Wasser zu verhindern. Da diese Gefahr auf Baustellen besonders groß ist, kommt der Bajonettring hier häufig zum Einsatz.
Relevante Norm: DIN EN 60529
Bemessungsbelastungsfaktor (RDF)
Der Bemessungsbelastungsfaktor (Rated Diversity Factor, RDF) gibt an, mit welchem Prozentsatz des Bemessungsstroms die einzelnen Abgänge einer Schaltgerätekombination gleichzeitig und dauerhaft belastet werden können, unter Berücksichtigung der thermischen Einflüsse. Der RDF ist besonders relevant für die Auslegung von Baustromverteilern, um eine Überhitzung zu vermeiden.
Relevante Norm: DIN EN 61439-1
Bemessungsspannung
Die Bemessungsspannung ist die maximale Spannung, für die ein elektrisches Betriebsmittel im Normalbetrieb ausgelegt ist. Sie dient als Grundlage für die Auswahl und Prüfung von Geräten und Schutzmaßnahmen. Die typische Bemessungsspannung im Baustrombereich beträgt 230 V (einphasig) und 400 V (dreiphasig).
Relevante Norm: DIN EN 61439-1
Bemessungsstrom Schaltgerätekombination (InA)
Der Bemessungsstrom einer Schaltgerätekombination (InA) ist der maximale Strom, den die Hauptsammelschiene im jeweiligen Aufbau verteilen kann, ohne die zulässigen Temperaturgrenzwerte zu überschreiten. Er wird für 100 % Einschaltdauer (ED) definiert und ist eine wichtige Größe für die Dimensionierung von Baustromverteilern und deren Schutzorgane.
Relevante Norm: DIN EN 61439-1
Bemessungsstrom Stromkreis (Inc)
Der Bemessungsstrom eines Stromkreises (Inc) ist der Strom, den dieser Stromkreis unter üblichen Betriebsbedingungen führen kann, ohne die zulässigen Temperaturgrenzen zu überschreiten. Auf Baustellen dient der Bemessungsstrom eines Stromkreises als Grundlage für die Auswahl von Leitungen und Schutzorganen in Baustromverteilern.
Relevante Norm: DIN EN 61439-1
Blindflansch
Ein Blindflansch ist ein mechanisches Bauteil, das zum Verschließen nicht genutzter Einbauöffnungen in Gehäusen oder Verteilerkästen dient. Er verhindert das Eindringen von Staub, Feuchtigkeit und Fremdkörpern und trägt zur Einhaltung der Schutzart bei. In Baustromverteilern findet der Blindflansch häufig Anwendung, um flexible Erweiterungen zu ermöglichen.
Relevante Norm: DIN EN 60529
CEE-Steckvorrichtung
CEE-Steckvorrichtungen sind genormte Industriesteckvorrichtungen nach IEC 60309 (in Deutschland: DIN EN 60309), die für den Anschluss von Geräten an Wechsel- oder Drehstromnetze verwendet werden. Sie sind robust, spritzwassergeschützt und für den Einsatz unter rauen Bedingungen wie Baustellen geeignet. Typische Ausführungen dieses Standardanschlusses für Maschinen und Geräte auf Baustellen sind für 16 A, 32 A und 63 A bei 230 V oder 400 V.
Relevante Norm: DIN EN 60309-2
CEE-Kupplung
Eine CEE-Kupplung ist das Gegenstück zur CEE-Steckdose und ermöglicht die Verbindung eines Kabels mit einem Verbraucher oder einer Verlängerung. Sie ist ebenfalls nach DIN EN 60309 genormt und für hohe mechanische Belastungen sowie Schutzarten wie IP44 oder IP67 ausgelegt. Auf Baustellen warden CEE-Kupplungen für Verlängerungen und mobile Anschlüsse auf Baustellen genutzt.
CEE-Verlängerung
Eine CEE-Verlängerung besteht aus einem Kabel mit CEE-Stecker und CEE-Kupplung. Sie dient dazu, größere Distanzen zwischen Baustromverteiler und Verbraucher zu überbrücken. Die Länge und der Querschnitt des Kabels müssen entsprechend der Stromstärke und Einsatzbedingungen gewählt werden. Erforderlich wird eine CEE-Verlängerung, wenn Maschinen nicht direkt am Verteiler betrieben werden können.
Relevante Norm: DIN EN 60309, VDE 0100-704 (Leitungsführung auf Baustellen).
CEE-Wandsteckdose
Bei einer CEE-Wandsteckdose handelt es sich um eine fest installierte Steckdose für CEE-Stecker, die meist an Baustromverteilern oder Gebäudewänden zu finden ist. Sie ist für hohe Ströme und robuste Einsatzbedingungen ausgelegt und erfüllt Schutzarten wie IP44 oder IP67. Daher dient sie als optimale Anschlussmöglichkeit für leistungsstarke Geräte und Maschinen.
Relevante Norm: DIN EN 60309-2.
Crimpverbindung
Eine Crimpverbindung ist eine elektrische Verbindungstechnik, bei der ein Leiter durch Verpressen mit einem Kabelschuh oder einer Aderendhülse verbunden wird. Sie sorgt für eine sichere, niederohmige und mechanisch stabile Verbindung und ist unverzichtbar für die Verdrahtung in Baustromverteilern und Kabelanschlüssen.
Relevante Norm: DIN EN 60352-2
Crimpzange
Eine Crimpzange ist ein Werkzeug zum fachgerechten Verpressen von Kabelschuhen oder Aderendhülsen. Sie stellt sicher, dass die Verbindung den elektrischen und mechanischen Anforderungen entspricht und wird bei der Montage von Baustromverteilern und Kabelanschlüssen eingesetzt.
C-Charakteristik (Leitungsschutzschalter)
Die C-Charakteristik beschreibt die Auslösekennlinie eines Leitungsschutzschalters (LS-Schalter). Typ C löst bei Überströmen zwischen dem 5- bis 10-fachen des Nennstroms aus. Diese Charakteristik ist üblich für Baustellen, da sie höhere Einschaltströme von Maschinen toleriert, ohne unnötig auszulösen und optimal geeignet für den Schutz von Stromkreisen mit Motoren oder Geräten mit hohen Anlaufströmen.
Relevante Norm: DIN EN 60898-1
Drehstrom
Drehstrom ist eine Form der elektrischen Energieversorgung mit drei Wechselspannungen, die um 120° phasenverschoben sind. Er ermöglicht die effiziente Übertragung großer Leistungen und den Betrieb von leistungsstarken Maschinen und ist daher auf Baustellen Standard für Geräte wie Betonmischer, Krane oder große Werkzeuge.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-200
Drehstromsteckdose
Bei der Drehstromsteckdose handelt es sich um eine Steckdose für den Anschluss von Drehstromverbrauchern. Sie ist meist als CEE-Steckdose ausgeführt, für Ströme von 16 A, 32 A oder 63 A bei 400 V ausgelegt und dient als zentrale Anschlussmöglichkeit für Maschinen auf Baustellen.
Relevante Norm: DIN EN 60309-2
Drehstromstecker
Hierbei handelt es sich um den passenden Stecker für Drehstromsteckdosen, der ebenfalls nach DIN EN 60309 genormt ist. Er ermöglicht den sicheren Anschluss von Drehstromverbrauchern und wird für mobile Geräte und Maschinen verwendet.
Drehstromverteiler
Ein Drehstromverteiler stellt mehrere Drehstromanschlüsse bereit und enthält Schutzorgane wie FI-Schalter und Leitungsschutzschalter. Ein solcher Schalter ist erforderlich, wenn mehrere Drehstromgeräte gleichzeitig betrieben werden.
Relevante Norm: DIN EN 61439-4
Dauerstrom
Dauerstrom bezeichnet den Strom, den ein elektrisches Betriebsmittel oder eine Leitung über einen längeren Zeitraum führen kann, ohne die zulässigen Temperaturgrenzen zu überschreiten. Der Dauerstrom ist insbesondere für die Dimensionierung von Leitungen und Schutzorganen wichtig.
Relevante Norm: DIN VDE 0298-4
DIN 43628
Diese Norm legt die Maße und Einbauformen von elektrischen Verteilern und Schaltgeräten fest. Sie ist relevant für die Gehäuse von Baustromverteilern, um eine einheitliche Bauweise und Kompatibilität sicherzustellen. Somit wird gewährleistet, dass Baustromverteiler standardisierte Abmessungen haben und sich problemlos in bestehende Systeme integrieren lassen.
DIN 49440
Die Norm DIN 49440 regelt die Ausführung und Sicherheit von Steckdosen für Wechselstrom. Sie betrifft die Maße, Schutzmaßnahmen und Kennzeichnungen von Steckdosen, die auch auf Baustellen verwendet warden und ist daher wichtig für die sichere Installation von haushaltsüblichen Steckdosen in Baustromverteilern.
DIN 49442 / DIN 49443
Hierbei handelt es sich um ergänzende Normen zu DIN 49440, die die Maße und Anforderungen für Steckvorrichtungen mit Schutzkontakt festlegen. Sie garantieren insbesondere die sichere Verbindung von Geräten mit Schutzleitern zur Optimierung des Personenschutzes.
DIN EN 61439 / IEC 61439
Dies ist eine internationale Norm für Niederspannungs-Schaltgerätekombinationen. Sie ist maßgeblich für die Konstruktion, Prüfung und Dokumentation von Baustromverteilern. Dies bedeutet, dass alle Baustromverteiler nach dieser Norm geprüft und zertifiziert sein müssen, um Sicherheit und Zuverlässigkeit zu gewährleisten.
DIN EN 60309 / VDE 0623 / IEC 60309
Diese Norm für industrielle Steckvorrichtungen (CEE) regelt die farbliche Kennzeichnung, Schutzart (z. B. IP44, IP67) und mechanische Ausführung von Steckern und Kupplungen. Sie ist der Standard für Baustellenanschlüsse, um Verwechslungen und Fehlanschlüsse zu vermeiden.
DIN VDE 0620
Die Norm DIN VDE 0620 gilt für Steckdosen und Stecker für den Hausgebrauch. Relevant ist sie insbesondere für Baustellen, wenn haushaltsübliche Anschlüsse (Schuko) benötigt werden. So wird sie in Baustromverteilern etwa für kleinere Geräte wie Handwerkzeuge verwendet.
DIN VDE 0100-704
Hierbei handelt es sich um eine Spezialnorm für elektrische Anlagen auf Baustellen. Sie regelt Schutzmaßnahmen, Erdung, Steckdosenanordnung, Leitungsschutz und Prüfungen. Die Norm DIN VDE 0100-704 dient somit als Grundlage für die gesamte Baustrominstallation und ist daher von den Betreibern von Baustellen zwingend einzuhalten.
DGUV Vorschrift 3
Dies ist eine Vorschrift zur Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel. Baustromverteiler müssen verpflichtend alle 6 Monate geprüft werden, um die Sicherheit zu gewährleisten und Unfälle und Ausfälle zu vermeiden.
Duo-Verriegelung
Die Duo-Verriegelung ist eine Sicherheitsfunktion bei Steckvorrichtungen: Nach dem Stecken und Einschalten ist der Stecker verriegelt, sodass er nicht unbeabsichtigt gezogen werden kann. Nach dem Ausschalten und Ziehen des Steckers ist der Schalter verriegelt, um ein Wiedereinschalten ohne Stecker zu verhindern. Diese Art der Verriegelung sorgt dafür, dass die Arbeitssicherheit auf Baustellen erhöht wird.
Relevante Norm: DIN EN 60309
Einspeisepunkt
Der Einspeisepunkt ist die Stelle, an der der Baustromverteiler mit dem öffentlichen Netz oder einer übergeordneten Stromquelle verbunden wird. Hier erfolgt die Übergabe der Energie an die Baustromanlage. Meist handelt es sich dabei um einen Kabelverteilerschrank (KVS) oder eine Netzanschlussstelle des Energieversorgers. Diese muss den Technischen Anschlussbedingungen (TAB) entsprechen.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-704
Erdung
Erdung ist eine Schutzmaßnahme, bei der leitfähige Teile einer elektrischen Anlage mit dem Erdpotenzial verbunden werden, um Fehlerströme sicher abzuleiten. Sie schützt Personen vor elektrischen Schlägen und verhindert gefährliche Berührungsspannungen. Auf Baustellen ist diese zwingend erforderlich, da temporäre Installationen oft keine feste Erdung haben.
Relevante Normen: DIN VDE 0100-540, DIN VDE 0100-704
Erdspieß
Ein Erdspieß ist ein Metallstab, der in den Boden getrieben wird, um eine Erdverbindung für Baustromverteiler herzustellen, wenn keine feste Erdungsanlage vorhanden ist. Er muss fachgerecht gesetzt und mit einer geeigneten Erdungsleitung verbunden werden.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-540
Einschaltdauer (ED)
Die Einschaltdauer gibt an, wie lange ein elektrisches Gerät im Verhältnis zu einer bestimmten Zeitspanne betrieben werden darf, ohne die zulässige Erwärmung zu überschreiten. Sie ist insbesondere relevant für Maschinen und Baustromverteiler, um Überlastungen zu vermeiden.
Relevante Norm: DIN EN 61439-1
Energieverteilung
Die Energieverteilung umfasst alle Maßnahmen und Geräte zur Weiterleitung elektrischer Energie vom Einspeisepunkt zu den Verbrauchern. Auf Baustellen erfolgt die Energieverteilung über Baustromverteiler, Kabel und Steckvorrichtungen.
Relevante Norm: DIN EN 61439-4
Erdungswiderstand
Der Erdungswiderstand ist der elektrische Widerstand zwischen der Erdungsanlage und dem Erdreich und muss bei der Installation eines Erdspießes geprüft werden. Ein niedriger Wert ist entscheidend für die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-600 (Prüfung elektrischer Anlagen)
Fehlerstromschutzschalter (FI / RCD)
Ein Fehlerstromschutzschalter (FI oder RCD) ist ein Schutzgerät, das den Stromkreis bei gefährlichen Fehlerströmen (z. B. durch Isolationsfehler) automatisch abschaltet. Er schützt Personen vor Stromschlägen und ist auf Baustellen für alle Steckdosenkreise vorgeschrieben. Typ B (allstromsensitiv) gilt für Drehstrom bis 63 A.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-704, DIN EN 61008, DIN EN 61009
Fest angeschlossener Baustromverteiler (ACS)
Ein ACS ist ein nicht mobiler Baustromverteiler, der fest installiert wird. Er unterliegt besonderen Anforderungen an Trenneinrichtungen und Schutzmaßnahmen und kommt in der Regel zum Einsatz, wenn die Baustelle über längere Zeit betrieben wird und ein stabiler Anschluss erforderlich ist.
Relevante Norm: DIN EN 61439-4
Flanschmaß
Das Flanschmaß ist das äußerste Maß des Befestigungsflansches bei Anbaugeräten wie Steckdosen oder Schaltern. Es ist wichtig für die Montage in Baustromverteilern, um Kompatibilität sicherzustellen.
Relevante Norm: DIN 43628
Frequenz (Hz)
Die Frequenz gibt an, wie oft sich die Richtung des Wechselstroms pro Sekunde ändert. Sie wird in Hertz (Hz) gemessen. In Europa beträgt die Netzfrequenz 50 Hz, was bedeutet, dass der Strom 50 Mal pro Sekunde seine Richtung wechselt. Die Frequenz ist entscheidend für die Auslegung elektrischer Geräte, da Motoren, Transformatoren und elektronische Steuerungen auf eine bestimmte Frequenz abgestimmt sind. Auf Baustellen müssen alle Geräte für 50 Hz ausgelegt sein, um ordnungsgemäß zu funktionieren. Abweichungen können zu Fehlfunktionen oder Schäden führen.
Relevate Normen: DIN VDE 0100-200, IEC 60038
Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung (AFDD)
Eine Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung (Arc Fault Detection Device, AFDD) erkennt gefährliche Lichtbögen, die durch beschädigte Leitungen, lose Kontakte oder defekte Steckverbindungen entstehen können. Lichtbögen erzeugen hohe Temperaturen und sind eine häufige Brandursache. AFDDs überwachen den Stromfluss und schalten den Stromkreis ab, sobald ein charakteristisches Lichtbogenmuster erkannt wird. Daher sind sie besonders wichtig auf Baustellen, wo mechanische Belastungen und Kabelschäden häufig auftreten. AFDDs erhöhen die Brandsicherheit erheblich.
Relevante Normen: DIN VDE 0100-420, IEC 62606
Gummischlauchleitung (z. B. H07RN-F)
Eine flexible Leitung mit Gummimantel, die besonders robust gegen mechanische Belastungen, Feuchtigkeit und Chemikalien ist. Sie gilt als Standardleitung für Baustellen, da sie besonders gut für raue Umgebungen geeignet ist.
Relevante Norm: DIN VDE 0282-4
Geräteschutzschalter (MCB)
Ein Geräteschutzschalter, auch als Miniatur-Leitungsschutzschalter (MCB) bezeichnet, ist ein Schutzgerät, das einzelne Stromkreise vor Überlast und Kurzschluss schützt. Er arbeitet nach dem Prinzip der thermischen und magnetischen Auslösung: Bei Überlast erwärmt sich ein Bimetall und löst aus, bei Kurzschluss erfolgt eine sofortige magnetische Abschaltung. Auf Baustellen werden MCBs in Baustromverteilern eingesetzt, um einzelne Steckdosenkreise oder Geräte zuverlässig abzusichern. Sie verhindern Schäden an Leitungen und Geräten und reduzieren die Brandgefahr.
Relevante Normen: DIN EN 60898-1 (Leitungsschutzschalter für Hausinstallationen), DIN VDE 0100-430
Geprüfte Elektrofachkraft
Eine geprüfte Elektrofachkraft ist eine Person, die aufgrund ihrer Ausbildung sowie aufgrund der Kenntnis der einschlägigen Normen und Vorschriften in der Lage ist, elektrische Arbeiten sicher auszuführen und zu beurteilen. Sie trägt die Verantwortung für die Prüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel, insbesondere nach DGUV Vorschrift 3. Auf Baustellen ist die Elektrofachkraft für die Erstprüfung und regelmäßige Wiederholungsprüfung von Baustromverteilern zuständig. Sie erstellt Prüfprotokolle und sorgt für die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften.
Relevante Normen: DGUV Vorschrift 3, DIN VDE 0105-100.
Hauptschalter
Der Hauptschalter ist die zentrale Abschaltvorrichtung im Baustromverteiler. Er ermöglicht die vollständige Trennung der Anlage vom Netz und ist Pflicht auf Baustellen. Der Hauptschalter muss zudem abschließbar und für Laien bedienbar sein.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-704
H07RN-F
Hierbei handelt es sich um eine flexible Gummischlauchleitung mit hoher mechanischer Belastbarkeit und Ölbeständigkeit. Sie ist für den Einsatz in feuchten und rauen Umgebungen geeignet und gilt als Standardleitung für Baustellen, mobile Geräte und Verlängerungen.
Relevante Norm: DIN VDE 0282-4
Hochspannung
Spannungen über 1000 V AC oder 1500 V DC gelten als Hochspannung. Auf Baustellen wird diese normalerweise nicht direkt genutzt, ist aber relevant für Anschlussbereiche. Bezüglich Hochspannung sind Sicherheitsabstände und Kennzeichnung unbedingt zu beachten.
Relevante Norm: DIN VDE 0101
Hilfskontakt
Hierbei handelt es sich um einen elektrischen Kontakt, der Zusatzfunktionen wie Signalisierung oder Steuerung ermöglicht, z. B. bei Leistungsschaltern. Der Hilfskontakt wird für Fernmeldungen oder Steuerkreise in Baustromverteilern genutzt.
Relevante Norm: DIN EN 60947-5-1
IP-Schutzart
Die IP-Schutzart (Ingress Protection) gibt an, wie gut ein Gehäuse gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser geschützt ist. Baustromverteiler müssen mindestens IP44 erfüllen, im Fall von Steckvorrichtungen auch oft IP67.
Relevante Norm: DIN EN 60529
Isolationsspannung
Die Isolationsspannung ist die vom Hersteller vorgesehene Spannung, auf die sich Prüfungen sowie Kriech- und Luftstrecken beziehen. Sie ist wichtig für die Sicherheit von Steckvorrichtungen und Verteilern
Relvante Norm: DIN EN 60309-2
Isolationsprüfung
Die Isolationsprüfung ist eine vorgeschriebene elektrische Sicherheitsprüfung, die den Zustand der Isolierung von Leitungen und Betriebsmitteln überprüft. Dabei wird eine Prüfspannung (meist 500 V DC) zwischen aktiven Leitern und dem Schutzleiter bzw. Erde angelegt, um sicherzustellen, dass kein unzulässiger Strom durch die Isolierung fließt. Ein zu niedriger Isolationswiderstand weist auf beschädigte Kabel, Feuchtigkeit oder Materialfehler hin und kann zu gefährlichen Fehlerströmen führen. Die Isolationsprüfung ist Pflicht bei der Erstprüfung nach Errichtung oder Änderung einer Baustromanlage sowie bei jeder Wiederholungsprüfung. Sie dient der Vermeidung von Stromunfällen und Bränden.
Relevante Normen: DIN VDE 0100-600 (Prüfung elektrischer Anlagen), DIN VDE 0105-100 (Betrieb elektrischer Anlagen).
J-Y(St)Y-Leitung
Hierbei handelt es sich um eine Installationsleitung für Steuer- und Meldezwecke, die oft für die Signalübertragung in Baustromanlagen sowie für Steuerkreise oder Fernabschaltungen genutzt wird.
Relevante Norm: DIN VDE 0815
Jumper
Ein Jumper ist eine elektrische Verbindung, die zur Überbrückung oder Anpassung von Schaltungen dient. In Baustromverteilern findet sie für interne Verdrahtungen oder Prüfzwecke Anwendung. Für Jumper gibt es keine spezifische Norm, sie sind aber nach DIN VDE 0100-200 zulässig.
Jalousieschalter
Der Jalousieschalter ist ein Schalter für die Steuerung von Motoren, z. B. für Bauaufzüge oder Hebevorrichtungen. Dieser wird in temporären Steuerungen auf Baustellen eingesetzt.
Relevante Norm: DIN EN 60669-2-1
Kabelquerschnitt
Der Kabelquerschnitt bestimmt die Stromtragfähigkeit einer Leitung. Er muss passend zur Stromstärke und Leitungslänge gewählt werden, um Überhitzung zu vermeiden. Die typischen Querschnitte auf Baustellen belaufen sich auf 2,5 mm² bis 16 mm².
Relevante Norm: DIN VDE 0298-4
Kurzzeitanschluss
Ein temporärer Stromanschluss für Baustellen oder Veranstaltungen, der für eine begrenzte Zeit vom Netzbetreiber bereitgestellt wird. Wichtig ist hier die rechtzeitige Beantragung bei der zuständigen Stelle.
Relevante Norm: Technische Anschlussbedingungen (TAB)
Kabelverschraubung
Eine Kabelverschraubung ist eine Leitungseinführung für Gehäuse, die durch Verschraubung die gewünschte IP-Schutzart sicherstellt. Sie verhindert das Eindringen von Wasser und Staub in Baustromverteiler.
Relvante Norm: DIN EN 62444
Kleinspannung (SELV)
Kleinspannung (Safety Extra Low Voltage) bezeichnet Spannungen bis 50 V und wird für die Beleuchtung oder Steuerkreise auf Baustellen genutzt. Steckvorrichtungen für SELV haben spezielle mechanische Kodierungen (Grundnase und Hilfsnase) gemäß EN 60309-2.
Relevante Norm: EN 60309-2:1999 + A1:2007 + A2:2012
Kabeltrommel
Eine Kabeltrommel ist eine mobile Leitungslösung, die aus einer aufrollbaren Leitung und einer Trommel besteht, auf der das Kabel aufgewickelt wird. Sie ermöglicht den flexiblen Einsatz von elektrischen Leitungen auf Baustellen und verhindert Kabelsalat sowie Stolperfallen. Kabeltrommeln sind in verschiedenen Ausführungen erhältlich, z. B. mit Schuko- oder CEE-Steckvorrichtungen, und müssen für den Einsatz im Außenbereich eine ausreichende Schutzart (mindestens IP44) aufweisen. Auf Baustellen sind Kabeltrommeln unverzichtbar, um Strom über größere Entfernungen sicher und flexibel zu verteilen. Sie müssen mechanisch robust sein und für die geforderte Stromstärke ausgelegt werden. Bei aufgewickeltem Kabel ist die Belastung zu begrenzen, um Überhitzung zu vermeiden.
Relevante Normen: DIN VDE 0620 (Steckvorrichtungen für den Hausgebrauch), DIN EN 60309 (CEE-Steckvorrichtungen), DIN VDE 0100-704 (Anforderungen für Baustellen)
Leistungsschalter
Ein Schaltgerät, das Betriebsströme, Überlastströme und Kurzschlussströme sicher schalten kann und in größeren Baustromverteilern eingesetzt wird. Auslöseparameter sind einstellbar, und eine Fernauslösung ist möglich.
Relevante Norm: DIN EN 60947-2
Leiter
Ein Leiter ist ein Material oder Bauteil, das elektrischen Strom aufgrund seiner geringen elektrischen Widerstände gut transportieren kann. Typische Leiterwerkstoffe sind Kupfer und Aluminium, da sie eine hohe elektrische Leitfähigkeit besitzen. Leiter können in Form von Drähten, Kabeln oder Schienen vorkommen und sind essenziell für die Energieübertragung und -verteilung. Sie bilden zudem die Basis jeder elektrischen Installation, vom Baustromverteiler bis zur Endverbraucheranlage. Die Wahl des richtigen Leiterquerschnitts ist entscheidend für die Sicherheit und Funktionalität, da er die Strombelastbarkeit und Spannungsfall beeinflusst.
Nach DIN VDE 0100-200 wird der Begriff „Leiter“ klar definiert und in verschiedene Kategorien unterteilt (z. B. Außenleiter, Neutralleiter, Schutzleiter).
Leitungsschutzschalter (LS-Schalter)
Ein Leitungsschutzschalter ist ein Schaltgerät, das Stromkreise vor Überlast und Kurzschluss schützt. Er überwacht den Stromfluss und schaltet den Stromkreis automatisch ab, wenn der Strom einen festgelegten Grenzwert überschreitet. Dies verhindert Schäden an Leitungen und angeschlossenen Geräten sowie Brandgefahr. In Baustromverteilern ist der Einsatz von LS-Schaltern für jeden einzelnen Stromkreis vorgeschrieben. Sie ermöglichen eine schnelle Wiedereinschaltung nach Störungsbeseitigung und sind daher gegenüber Schmelzsicherungen im Baustellenbetrieb besonders praktisch.
Die Anforderungen an LS-Schalter sind in der DIN VDE 0100-430 und den Produktnormen (z. B. DIN EN 60898-1) festgelegt.
Lasttrennschalter
Ein Lasttrennschalter ist ein Schaltgerät, das elektrische Stromkreise unter Last sicher abschalten kann. Er trennt die Anlage vollständig vom Netz und gewährleistet dabei eine sichere Trennung der aktiven Leiter. Im Gegensatz zu einfachen Trennschaltern ist er für das Schalten unter Betriebsstrom ausgelegt, ohne dass Lichtbögen oder Schäden entstehen. Auf Baustellen wird der Lasttrennschalter häufig als Hauptschalter im Baustromverteiler eingesetzt, um die gesamte Anlage spannungsfrei zu schalten. Er ist unverzichtbar für Wartungsarbeiten und Notabschaltungen.
Relevante Normen: DIN EN 60947-3 (Schaltgeräte – Lasttrennschalter), DIN VDE 0100-704
Leistungsaufnahme
Die Leistungsaufnahme beschreibt die elektrische Leistung, die ein Gerät im Betrieb aus dem Netz aufnimmt. Sie wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) angegeben und ist eine zentrale Größe für die Berechnung des Anschlusswertes und die Dimensionierung der Baustromversorgung. Eine hohe Leistungsaufnahme erfordert entsprechend stärkere Leitungen, Schutzorgane und Verteiler. Bei der Planung der Baustromversorgung muss die Summe der Leistungsaufnahmen aller Verbraucher berücksichtigt werden, um Überlastungen und Ausfälle zu vermeiden.
Relevante Normen: DIN VDE 0100-430 (Schutz bei Überlast), IEC 60038 (Spannungsnormen).
Mess- und Prüfprotokoll
Ein Mess- und Prüfprotokoll dokumentiert die Ergebnisse der vorgeschriebenen Prüfungen elektrischer Anlagen und Betriebsmittel. Es umfasst u. a. Isolationsmessung, Schutzleiterprüfung und FI-Test.
Praxisbezug: Pflicht nach jeder Inbetriebnahme und regelmäßig gemäß DGUV Vorschrift 3.
Normbezug: DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100.
Messgerät
Ein Messgerät dient zur Überprüfung elektrischer Größen wie Spannung, Strom, Widerstand oder Isolationswiderstand.
Praxisbezug: Wird für die Erstprüfung und Wiederholungsprüfung von Baustromverteilern eingesetzt.
Normbezug: DIN EN 61557 (Messgeräte für Schutzmaßnahmen).
Montageplatte
Eine Montageplatte ist eine Trägerplatte im Baustromverteiler, auf der Schaltgeräte und Schutzorgane befestigt werden.
Praxisbezug: Erleichtert die strukturierte Verdrahtung und den sicheren Einbau.
Normbezug: DIN 43628.
Montageöffnung
Eine Öffnung im Gehäuse für den Einbau von Steckdosen, Schaltern oder Kabelverschraubungen.
Praxisbezug: Muss die Schutzart (z. B. IP44) gewährleisten.
Normbezug: DIN EN 60529.
Montageflansch
Ein Befestigungselement für Anbaugeräte wie Steckdosen oder Schalter.
Praxisbezug: Wichtig für die mechanische Stabilität und Schutzart.
Normbezug: DIN 43628.
Mehrfachverteiler
Ein Baustromverteiler mit mehreren Abgängen für verschiedene Stromkreise und Steckdosenarten.
Praxisbezug: Standard auf größeren Baustellen zur Versorgung mehrerer Verbraucher.
Normbezug: DIN EN 61439-4.
Messung des Erdungswiderstands
Die Messung des Erdungswiderstands stellt sicher, dass die Erdungsanlage wirksam ist.
Praxisbezug: Pflicht bei der Installation eines Erdspießes.
Normbezug: DIN VDE 0100-600.
Montageanleitung
Die Montageanleitung ist eine technische Dokumentation, die den fachgerechten Aufbau und die Installation von Baustromverteilern beschreibt. Sie enthält detaillierte Informationen zu den einzelnen Komponenten, deren Positionierung, Verdrahtung und den erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen. Eine korrekte Montageanleitung stellt sicher, dass die Installation den geltenden Normen entspricht und die Schutzmaßnahmen wirksam umgesetzt werden.
Praxisbezug: Auf Baustellen ist die Montageanleitung unverzichtbar, um Fehler bei der Installation zu vermeiden und die Betriebssicherheit zu gewährleisten. Sie dient auch als Nachweis für die Einhaltung der Vorschriften.
Normbezug: DIN EN 61439-4 (Schaltgerätekombinationen für Baustellen), DIN VDE 0100-704.
Montagewinkel
Ein Montagewinkel ist ein mechanisches Befestigungselement, das zur sicheren Fixierung von Baustromverteilern an Wänden, Gerüsten oder anderen tragenden Strukturen dient. Er sorgt für Stabilität und verhindert das Umkippen oder Verrutschen des Verteilers. Montagewinkel müssen korrosionsbeständig und für die Belastung ausgelegt sein.
Praxisbezug: Besonders wichtig auf Baustellen mit beengten Platzverhältnissen oder bei erhöhtem Risiko durch Wind und Vibrationen.
Normbezug: DIN 43628 (Maße und Befestigungselemente für Verteiler).
Messstromkreis
Ein Messstromkreis ist ein Stromkreis innerhalb des Baustromverteilers, der speziell für die Messung des Energieverbrauchs vorgesehen ist. Er enthält in der Regel einen Stromzähler und ist so ausgelegt, dass die Messung den Anforderungen des Netzbetreibers entspricht. Der Messstromkreis ist vom Hauptstromkreis getrennt, um die Genauigkeit der Messung sicherzustellen.
Praxisbezug: Dient der Abrechnung des Baustromverbrauchs und ist Pflicht für alle Baustellen mit Netzanschluss.
Normbezug: Technische Anschlussbedingungen (TAB), DIN EN 61439-4.
Nennspannung
Die Nennspannung ist die elektrische Spannung, für die ein Betriebsmittel oder eine Anlage im Normalbetrieb ausgelegt ist. Sie dient als Referenzwert für die Konstruktion und Prüfung elektrischer Geräte und Installationen. Abweichungen von der Nennspannung können die Funktion und Lebensdauer beeinflussen. Im Baustrombereich sind die typischen Nennspannungen 230 V für einphasige Verbraucher und 400 V für dreiphasige Drehstromverbraucher. Diese Werte bestimmen die Auswahl von Steckvorrichtungen, Kabeln und Schutzorganen.
Relevante Norm: Festgelegt in DIN EN 61439-1 (Schaltgerätekombinationen).
Nennstrom
Der Nennstrom ist der vom Hersteller angegebene Strom, den ein Gerät, eine Leitung oder eine Steckvorrichtung unter normalen Betriebsbedingungen dauerhaft führen kann, ohne Schaden zu nehmen. Er ist ein zentraler Parameter für die Dimensionierung elektrischer Komponenten. In Bezug auf Baustrom ist der Nennstrom Grundlage für die Auswahl von Leitungen, Steckdosen und Schutzorganen wie Leitungsschutzschaltern. Ein zu kleiner Querschnitt oder falscher LS-Schalter kann zu Überhitzung und Brandgefahr führen.
Relevante Norm: Definiert in DIN EN 60309-2 (Steckvorrichtungen für industrielle Anwendungen).
Neutralleiter
Der Neutralleiter (N) ist ein Leiter, der mit dem Sternpunkt des Netzes verbunden ist und den Rückstrom der Außenleiter im Wechselstrom- oder Drehstromsystem führt. Er ist spannungsführend gegenüber Erde, aber im Normalbetrieb stromlos gegenüber dem Schutzleiter. Auf Baustellen ist der Neutralleiter Bestandteil des Drehstromsystems (L1, L2, L3, N, PE). Seine korrekte Dimensionierung und sichere Verbindung sind entscheidend für die Funktion und Sicherheit.
Relevante Norm: Begriff und Anforderungen nach DIN VDE 0100-200.
Netzbetreiber
Der Netzbetreiber ist das Unternehmen, das das öffentliche Stromnetz betreibt und den Baustromanschluss bereitstellt. Er ist verantwortlich für die Netzstabilität und die Einhaltung technischer Anschlussbedingungen (TAB). Für die Anmeldung eines Baustromanschlusses ist der Netzbetreiber der erste Ansprechpartner. Er legt die technischen Anforderungen fest und prüft die Installation. Die rechtliche Grundlage für Netzbetreiber findet sich im Energiewirtschaftsgesetz (EnWG).
Netzformen (TT, TN-S, IT)
Die Netzform beschreibt die Art der Erdung und die Anordnung der Schutzleiter im elektrischen Versorgungsnetz. Sie ist entscheidend für die Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag. Auf Baustellen sind TT- und TN-S-Systeme Standard. Die Wahl der Netzform beeinflusst die Schutzmaßnahmen (z. B. Einsatz von FI-Schutzschaltern).
TT-System: Der Neutralpunkt des Versorgungsnetzes ist geerdet, und die Körper der Betriebsmittel sind über eine eigene Erdung mit der Erde verbunden. Erfordert besonders gute Erdungsanlagen.
TN-S-System: Neutralleiter und Schutzleiter sind getrennt geführt. Bietet hohe Sicherheit und ist auf Baustellen üblich.
IT-System: Neutralpunkt ist nicht direkt geerdet oder nur über eine hohe Impedanz. Wird selten auf Baustellen verwendet.
Relevante Normen: DIN VDE 0100-200 und DIN VDE 0100-704 (Baustellen).
Nennleistung
Die Nennleistung ist die maximale elektrische Leistung, die ein Gerät oder eine Anlage im Dauerbetrieb aufnehmen kann, ohne die zulässigen Temperatur- und Belastungsgrenzen zu überschreiten. Sie wird in Watt (W) oder Kilowatt (kW) angegeben und ist eine zentrale Größe für die Dimensionierung von Baustromanlagen. Die Nennleistung hängt von der Bauart des Geräts und den Betriebsbedingungen ab. Bei der Planung der Baustromversorgung muss die Summe der Nennleistungen aller Verbraucher berücksichtigt werden, um den Anschlusswert korrekt zu berechnen und Überlastungen zu vermeiden.
Relevante Normen: DIN VDE 0100-430 (Schutz bei Überlast), IEC 60038 (Spannungsnormen).
Not-Aus-Schalter
Ein Not-Aus-Schalter ist eine Sicherheitseinrichtung, die im Notfall die sofortige Abschaltung von Maschinen oder ganzen Anlagen ermöglicht. Er ist meist als gut sichtbarer, roter Schalter mit gelbem Hintergrund ausgeführt und muss leicht zugänglich sein. Der Not-Aus-Schalter unterbricht den Stromkreis mechanisch oder elektrisch und verhindert so weitere Gefährdungen. Auf Baustellen wird der Not-Aus-Schalter an Maschinen und Baustromverteilern installiert, um bei Gefahr schnell reagieren zu können. Er ist ein zentrales Element des Arbeitsschutzes.
Relevante Normen: DIN EN ISO 13850 (Sicherheitsanforderungen für Not-Halt), DIN VDE 0100-704.
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Prüfung nach VDE 0100-600
Die Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 ist eine vorgeschriebene Sicherheitsprüfung elektrischer Anlagen vor der Inbetriebnahme. Sie ist Pflicht bei Neuerrichtung oder Standortwechsel von Baustromverteilern, um die elektrische Sicherheit zu gewährleisten und umfasst mehrere Schritte:
Besichtigung: Kontrolle der Installation auf sichtbare Mängel.
Erprobung: Funktionsprüfung der Schutzmaßnahmen.
Messungen: Isolationswiderstand, Schutzleiterwiderstand, Schleifenimpedanz, FI-Schutzschalter-Test.
Prüfung nach DGUV Vorschrift 3
Die DGUV Vorschrift 3 schreibt die wiederkehrende Prüfung elektrischer Betriebsmittel und Anlagen vor, um die Sicherheit im Betrieb zu gewährleisten. Sie umfasst Sichtprüfung, Messungen und Funktionsprüfung und ist auf Baustellen alle 6 Monate vorgeschrieben. Ziel ist die frühzeitige Erkennung von Schäden durch mechanische Belastung oder Witterung.
Pilotkontakt
Ein Pilotkontakt ist ein zusätzlicher elektrischer Kontakt in der Mitte einer Steckvorrichtung, der für Steuer- oder Verriegelungsfunktionen genutzt wird. Er dient nicht zur Stromversorgung, sondern zur Sicherheitssteuerung. Konkret verhindert er das Einschalten einer Maschine, wenn der Stecker nicht korrekt gesteckt ist.
Relevante Normbezug: DIN EN 60309
Pilot-Kontakt-Schalter
Hierbei handelt es sich um einen Schalter innerhalb der Steckdose, der durch das Stecken oder Ziehen des Steckers betätigt wird. Er ist Teil der Sicherheitskette und ermöglicht das Abschalten oder Verriegeln von Stromkreisen. Der Pilot-Kontakt-Schalter wird bei gesteuerten Steckvorrichtungen eingesetzt, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Relevante Norm: DIN EN 60309
Perilex
Perilex ist ein genormtes Drehstrom-Stecksystem für 16 A, das früher in Deutschland weit verbreitet war. Es wurde durch das robustere und international genormte CEE-System ersetzt. In Altanlagen ist Perilex zum Teil noch vorhanden, aber für neue Baustellen wird das Stecksystem nicht mehr empfohlen.
Relevante Norm: DIN 49445
PKS-Verriegelung
Die PKS-Verriegelung (Pilotkontakt-Schaltung) sorgt dafür, dass Steckdosen erst Spannung freigeben, wenn der Stecker vollständig eingesteckt ist. Dies erhöht die Sicherheit bei Maschinenanschlüssen und verhindert das Einschalten unter Last oder bei unvollständigem Kontakt.
Relevante Norm: DIN EN 60309
Bisher keine Einträge
Rändelschraube
Hierbei handelt es sich um eine Schraube mit gerändeltem Kopf, die ohne Werkzeug angezogen oder gelöst werden kann. Sie wird bei Sicherungsfenstern oder Abdeckungen in Baustromverteilern verwendet.
Relevante Norm: DIN 464
Reihenschaltung
Eine Schaltung, bei der elektrische Komponenten hintereinander verbunden sind und vom gleichen Strom durchflossen werden. Die Spannung teilt sich auf die Komponenten auf. In Baustromanlagen kommt die Reihenschaltung eher selten vor, eher in Steuerkreisen oder Signalgebern.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-200
Richtlinie 2012/27/EU
Die EU-Richtlinie 2012/27/EU regelt Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz. Sie betrifft auch Baustellen, z. B. durch Vorgaben zur Energieverbrauchsmessung und Optimierung und ist die Grundlage für Energieeinsparmaßnahmen und Monitoring auf Baustellen.
Schutzklasse IP44
Die Schutzklasse IP44 beschreibt die Schutzart eines elektrischen Betriebsmittels gegen das Eindringen von Fremdkörpern und Wasser. Hierbei handelt es sich um eine Mindestanforderung für Baustromverteiler im Außenbereich. So soll Sicherheit bei Regen und Staub gewährleistet warden.
Relevante Norm: DIN EN 60529
Schutzpotenzialausgleich
Der Schutzpotenzialausgleich ist die elektrische Verbindung aller leitfähigen Teile (z. B. Metallkonstruktionen, Rohrleitungen) mit dem Schutzleiter, um gefährliche Spannungsunterschiede zu vermeiden. Er ist Pflicht auf Baustellen, insbesondere bei großen Metallgerüsten oder Containern, um die Sicherheit bei Fehlerströmen zu erhöhen.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-410
Strombedarf
Der Strombedarf bezeichnet die elektrische Energie, die auf einer Baustelle für alle Geräte und Maschinen benötigt wird. Sie ist abhängig von der Anzahl und Leistung der Verbraucher sowie von den Betriebszeiten und dient als Grundlage für die Dimensionierung des Baustromanschlusses.
Stromzähler
Bei einem Stromhzähler handelt es sich um ein Gerät zur Verbrauchsmessung und Abrechnung mit dem Netzbetreiber. Er ist Pflicht für jede Baustromanlage und findet sich meist als geeichter Zähler im Baustromverteiler.
Relevante Norm: Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)
Schaltanlage
Eine Schaltanlage ist eine Kombination von Schaltgeräten zur Verteilung und Steuerung elektrischer Energie. Sie enthält Schutzorgane, Schalter und Messgeräte. Ein Bespiel hierfür sind Baustromverteiler, die als mobile Schaltanlagen für eine temporäre Energieversorgung sorgen.
Relevante Norm: DIN EN 61439
Schraubkontakt
Ein Schraubkontakt ist eine Verbindungstechnik, bei der Leiter durch Schrauben in einer Klemme fixiert werden. Er ist Standard in Steckdosen, Schaltern und Baustromverteilern und bietet eine hohe mechanische Festigkeit.
Relevante Norm: DIN EN 60999
Schütz
Ein Schütz ist ein elektromagnetisch betätigter Schalter für das Fernschalten hoher Ströme. Er wird für Maschinensteuerungen und Motoren auf Baustellen eingesetzt und ermöglicht die Steuerung großer Lasten mit kleinem Steuerstrom.
Relevante Norm: DIN EN 60947-4-1
Schutzart/Schutzgrad
Die Schutzart (IP-Code) kennzeichnet die Eignung eines Betriebsmittels für bestimmte Umgebungsbedingungen. Für Baustellen gilt mindestens die Schutzart IP44, oft aber auch IP54 oder höher.
Relevante Norm: DIN EN 60529
Schutzleiter
Der Schutzleiter (PE) ist ein nicht stromführender Leiter, der im Fehlerfall den Strom sicher zur Erde ableitet. Er ist Pflicht in allen Baustromanlagen und dient als Schutz vor elektrischem Schlag.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-540
Spannung
Die Spannung ist die elektrische Potenzialdifferenz zwischen zwei Punkten und die treibende Kraft für den Stromfluss. Auf Baustellen sind 230 V (einphasig) und 400 V (dreiphasig) üblich.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-200
Steck-Stop
Ein Steck-Stop ist eine mechanische Verriegelung, die das ungewollte Einstecken eines Steckers verhindert. Sie erhöht die Sicherheit bei Wartungsarbeiten oder Abschaltungen.
Stromstärke
Die Stromstärke ist die pro Zeit durch einen Leiter fließende elektrische Ladung. Sie dient als Grundlage für die Dimensionierung von Kabeln und Schutzorganen und wird in Ampere gemessen.
Transformator
Ein Transformator ist ein elektrisches Gerät, das Energie zwischen zwei Stromkreisen überträgt und dabei die Spannung durch elektromagnetische Induktion ändert, d.h. die Spannung wird auf unterschiedliche Verbraucher oder Schutzmaßnahmen angepasst. Auf Baustellen wird er häufig zur Versorgung von Kleinspannungsgeräten (z. B. 24 V für Handlampen) eingesetzt. Beispiele sind Sicherheitstransformatoren, Trenntransformatoren oder Regeltransformatoren.
Relevante Norm: DIN EN 61558
Uhrzeitstellung
Die Uhrzeitstellung ist eine mechanische Kodierung bei CEE-Steckvorrichtungen, die verhindert, dass Stecker mit unterschiedlichen Spannungen oder Frequenzen falsch verbunden werden. Dies ist ein Standard bei CEE-Steckern, um Fehlanschlüsse zu vermeiden. Das Prinzip besteht darin, dass die Position des Schutzkontakts einer „Uhrzeit” entspricht (z. B. 6h für 400 V).
Relevante Norm: DIN EN 60309-2
Verlängerungsleitung
Eine Verlängerungsleitung ist eine flexible Leitung mit Steckvorrichtung (z. B. Schuko oder CEE), die Distanzen zwischen Baustromverteiler und Verbraucher überbrückt. Sie muss für den Außenbereich geeignet sein und regelmäßig geprüft warden und muss mechanisch robust, öl- und wetterbeständig, z. B. Typ H07RN-F.
Relevante Norm: DIN VDE 0282-4, DIN EN 60309
Verteilerkasten
Ein Verteilerkasten ist ein Gehäuse, das Schalt- und Schutzgeräte sowie Steckdosen zur Energieverteilung enthält. Er ist eine zentrale Komponente für die Baustromversorgung. Baustromverteiler sind mobile Verteilerkästen für temporäre Installationen.
Relevante Norm: DIN EN 61439-4
Verriegelungseinrichtung
Eine Verriegelungseinrichtung ist eine mechanische oder elektrische Vorrichtung, die das unbeabsichtigte Trennen oder Einschalten verhindert. Sie erhöht also die Sicherheit bei gesteuerten Steckvorrichtungen und Schaltgeräten. Beispiele sind Steckdosen mit elektrischer Verriegelung oder Schalter mit Sperre.
Relevante Norm: DIN EN 60309.
Vorprüfung
Die Vorprüfung ist der erste Schritt vor der elektrischen Erstprüfung und umfasst eine Sichtkontrolle sowie mechanische Prüfung. Sie ist Pflicht vor der Inbetriebnahme eines Baustromverteilers und dient der Erkennung von offensichtlichen Mängeln (z. B. beschädigte Kabel, lose Teile).
Relvante Norm: DIN VDE 0100-600
Wiederholungsprüfung
Die Wiederholungsprüfung ist eine regelmäßig durchzuführende Sicherheitsprüfung elektrischer Anlagen und Betriebsmittel, um die Betriebssicherheit sicherzustellen. Auf Baustellen ist sie alle 6 Monate vorgeschrieben. Inhalte: Sichtprüfung, Messungen (z. B. Schutzleiterwiderstand, Isolationswiderstand), Funktionsprüfung von Schutzorganen. Ziel: Früherkennung von Schäden durch mechanische Belastung, Feuchtigkeit oder Alterung.
Relevante Norm: DGUV Vorschrift 3
Wandverteiler
Ein Wandverteiler ist ein fest montierter Verteilerkasten für die Energieverteilung in temporären Einrichtungen oder Baustellen. Er enthält Steckdosen, Schutzorgane und Schaltgeräte und wird eingesetzt, wenn ein mobiler Verteiler nicht erforderlich ist.
Unterschied zu mobilen Verteilern: Dauerhafte Befestigung an einer Wand oder Konstruktion.
Relevante Norm: DIN EN 61439-4
Widerstandsmessung
Die Widerstandsmessung überprüft den elektrischen Widerstand von Schutzleitern und Erdungsanlagen, um sicherzustellen, dass Fehlerströme zuverlässig abgeleitet werden können. Sie ist Bestandteil der Erstprüfung und der Wiederholungsprüfung. Typischerweisen warden Schutzleiterwiderstan und Erdungswiderstand gemessen.
Relevante Norm: DIN VDE 0100-600
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Zuleitung
Die Zuleitung ist die elektrische Leitung, die den Baustromverteiler mit dem Einspeisepunkt (z. B. Netzanschluss oder Hauptverteiler) verbindet. Sie muss passend zur Belastung und Länge gewählt werden, um Spannungsfall und Überhitzung zu vermeiden. Anforderungen: Richtiger Querschnitt, mechanische Robustheit, Schutz gegen Beschädigung.
Dimensionierung: Abhängig von Bemessungsstrom, Leitungslänge und Verlegeart.
Relevante Norm: DIN VDE 0298-4
Zwischenverteiler
Ein Zwischenverteiler ist ein zusätzlicher Verteiler zwischen dem Hauptverteiler und den Endverbrauchern. Er dient der Optimierung der Energieverteilung und der Reduzierung langer Leitungswege und ist auf großen Baustellen üblich, um eine flexible Stromversorgung zu gewährleisten. Ausstattung: Steckdosen, Schutzorgane, ggf. Messgeräte.
Relevante Norm: DIN EN 61439-4
Zählerplatz
Der Zählerplatz ist der Bereich im Baustromverteiler, der für die Aufnahme eines Stromzählers vorgesehen ist. Er ist Pflicht für jede Baustromanlage, um den Energieverbrauch korrekt zu erfassen und mit dem Netzbetreiber abrechnen zu können. Anforderungen: Einhaltung der Technischen Anschlussbedingungen (TAB).
Relevante Norm: TAB und Messstellenbetriebsgesetz (MsbG)
