Die wichtigsten Begriffe rund um Ladeinfrastruktur, Normen und Elektromobilität – einfach erklärt.
Ob Planung, Installation oder Betrieb: In der Elektromobilität begegnen Ihnen viele Fachbegriffe, Abkürzungen und Standards. In unserem Glossar finden Sie verständliche Erklärungen zu den wichtigsten Begriffen – von AC/DC über OCPP bis ISO 15118. So behalten Sie den Überblick und treffen fundierte Entscheidungen für Ihre Projekte.
Akku (Akkumulator)
Ein Akku ist ein wiederaufladbarer Energiespeicher, der auf chemischen Prozessen basiert. Er besteht aus mehreren miteinander verbundenen Batteriezellen und wird auch als Sekundärzelle bezeichnet.
Im Alltag spricht man oft einfach von einem „Akku“ oder einer „Batterie“, obwohl technisch gesehen ein Akku wiederaufladbar ist – im Gegensatz zur Batterie, die nur einmal verwendet werden kann.
In Elektroautos ist der Akku eine zentrale Komponente für den Antrieb. Besonders häufig kommen Lithium-Ionen-Akkus zum Einsatz. Sie sind beliebt, weil sie viele Ladezyklen überstehen und dabei ihre Leistung behalten. Der Grund dafür ist ihre hohe Energiedichte – sie können viel Energie auf kleinem Raum speichern.
Ampere (A)
Ampere ist die Maßeinheit für die elektrische Stromstärke – also dafür, wie viel Strom durch ein Kabel fließt. Benannt wurde sie nach dem französischen Physiker André-Marie Ampère.
Beim Laden eines Elektrofahrzeugs spielt die Stromstärke eine wichtige Rolle: Je höher der Wert in Ampere, desto mehr Strom fließt – und desto schneller kann das Fahrzeug geladen werden. Die Stromstärke bestimmt also mit, wie lange der Ladevorgang dauert.
Antrieb
Der Begriff Antrieb beschreibt sowohl den Vorgang, eine Maschine in Bewegung zu setzen, als auch die technischen Mittel, die dafür verwendet werden.
Bei Elektrofahrzeugen übernimmt diese Aufgabe der Elektromotor – eine sogenannte Kraftmaschine, die umgangssprachlich auch einfach „Motor“ genannt wird. Er wandelt elektrische Energie aus einer Batterie in mechanische Bewegung um.
Das funktioniert so: Im Elektromotor entsteht ein Magnetfeld, das Kräfte erzeugt. Diese Kräfte wirken durch Anziehung und Abstoßung zwischen Magneten. Die daraus entstehende Bewegung treibt das Fahrzeug an.
Antriebsbatterie
Die Antriebsbatterie ist ein wiederaufladbarer Akku (-mulator), der den Elektromotor eines Fahrzeugs mit Energie versorgt. Sie ist das Herzstück des elektrischen Antriebs – ohne sie fährt kein Elektroauto.
Auch in Hybridfahrzeugen und Brennstoffzellenautos kommen Antriebsbatterien zum Einsatz, oft als sogenannte Pufferbatterien, die Energie zwischenspeichern und bei Bedarf abgeben.
Eine Antriebsbatterie besteht aus vielen einzelnen Batteriezellen, die miteinander verbunden sind – teils parallel, teils in Reihe. Je nach Fahrzeugtyp können das nur wenige oder auch tausende Zellen sein, die gemeinsam die nötige Leistung bereitstellen.
Antriebsstrang
Der Antriebsstrang eines Elektroautos ist das System, das die Energie aus der Batterie in Bewegung umwandelt. Dazu gehören der Elektromotor, die Leistungselektronik und meist ein einfaches Getriebe.
Im Gegensatz zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor liefern Elektroautos ihr volles Drehmoment sofort – also schon beim Start. Dadurch entfällt die Notwendigkeit für ein komplexes, mehrstufiges Getriebe.
Das bringt mehrere Vorteile für Fahrerinnen und Fahrer:
• Schnelle und gleichmäßige Beschleunigung
• Weniger Verschleißteile, was die Wartung vereinfacht
• Höhere Zuverlässigkeit und geringere Kosten
Kurz gesagt: Der einfache Antriebsstrang sorgt für ein besseres Fahrgefühl und macht das Elektroauto wirtschaftlicher.
Autocharge
Autocharge ist ein Verfahren, bei dem ein Elektrofahrzeug automatisch erkannt und der Ladevorgang gestartet wird – ohne zusätzliche Authentifizierung wie RFID-Karte oder App.
Die Ladestation identifiziert das Fahrzeug anhand seiner eindeutigen Kennung (z. B. MAC-Adresse des Ladecontrollers).
Vorteile:
• Schneller Start des Ladevorgangs
• Komfortabel, da keine manuelle Freigabe nötig
• Ideal für Flotten und Stammkunden
Kurz gesagt: Einstecken und laden – ganz automatisch.
Autonomes Fahren
Autonomes Fahren bedeutet, dass ein Fahrzeug sich selbstständig bewegt – ohne aktives Eingreifen des Fahrers. Es nutzt dafür künstliche Intelligenz, Sensoren und Assistenzsysteme, um sicher zu navigieren und zu manövrieren.
Bei Elektroautos verändert diese Technologie das Fahrerlebnis grundlegend: Der Mensch wird vom aktiven Steuern entlastet und übernimmt eher eine überwachende Rolle – greift nur ein, wenn es nötig ist.
Diese Entwicklung basiert auf intensiver Forschung von Technologieunternehmen, Automobilherstellern und Instituten. Erste autonome Fahrzeuge sind bereits auf Teststrecken weltweit unterwegs.
In Zukunft – möglicherweise schon bald – könnte autonomes Fahren bedeuten, dass man während der Fahrt arbeiten, lesen oder einfach entspannen kann, während das Auto selbstständig ans Ziel kommt.
Backend
Das Backend ist das digitale Hintergrundsystem, das das Laden von Elektroautos steuert und überwacht. Es verarbeitet Daten und sorgt dafür, dass Ladestationen effizient funktionieren.
Ladestationen sind mit dem Internet verbunden und kommunizieren mit dem Backend. Dieses übernimmt wichtige Aufgaben:
• Steuerung von Ladezeiten
• Berechnung von Preisen
• Abrechnung des Ladevorgangs
Für Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das: Sie können jederzeit Informationen wie Ladestatus, Verfügbarkeit von Ladepunkten oder Kosten abrufen. Auch eine Routenplanung mit Ladepausen wird durch das Backend möglich.
Die Kommunikation zwischen Ladestation und Backend erfolgt meist über das OCPP-Protokoll (Open Charge Point Protocol) – ein internationaler Standard für diese Datenübertragung.
Batterie
Eine Batterie speichert elektrische Energie mithilfe chemischer Prozesse – man nennt sie deshalb einen elektrochemischen Energiespeicher.
Der Begriff wird heute unterschiedlich verwendet:
• Allgemein: Als Oberbegriff für alle Arten von Energiespeichern.
• Genau genommen: Für eine Primärbatterie, die nicht wieder aufladbar ist.
Im Gegensatz dazu sind wiederaufladbare Batterien sogenannte Sekundärbatterien – besser bekannt als Akkus oder Akkumulatoren.
Batterieladestand (SoC)
Der Batterieladestand, auch SoC (State of Charge) genannt, zeigt an, wie viel Energie noch in der Batterie eines Elektroautos verfügbar ist. Meist wird der SoC in Prozent angegeben – zum Beispiel: 100% bedeutet voll geladen, 0% bedeutet leer.
Manche Hersteller verwenden statt Prozentwerten grafische Anzeigen, ähnlich wie bei einem klassischen Tank, um den Ladezustand darzustellen.
Für eine lange Lebensdauer der Batterie empfiehlt es sich, den SoC möglichst zwischen 20% und 80% zu halten. So wird die Batterie geschont und bleibt länger leistungsfähig.
Batteriemanagementsystem (BMS)
Das Batteriemanagementsystem, kurz BMS, ist das „Gehirn“ der Hochvoltbatterie in einem Elektrofahrzeug. Es überwacht ständig den Zustand der einzelnen Batteriezellen – sowohl beim Fahren als auch beim Laden.
Das BMS sorgt dafür, dass die Batterie sicher, effizient und langlebig arbeitet. Es misst wichtige Daten wie Temperatur, Spannung und Ladezustand und steuert auf dieser Basis die Ladeleistung – besonders wichtig beim Schnellladen, um die Batterie zu schützen.
Kurz gesagt: Das BMS sorgt dafür, dass die Batterie immer im optimalen Bereich arbeitet.
BEV (Battery Electric Vehicle)
Ein BEV, kurz für Battery Electric Vehicle, ist ein Fahrzeug, das ausschließlich mit Strom fährt. Die Energie kommt aus Ladestationen und wird in einem Akku gespeichert, der den Elektromotor antreibt.
BEVs haben keinen Verbrennungsmotor – sie stoßen beim Fahren keine Emissionen aus und gelten als besonders umweltfreundlich.
Bekannte Modelle sind zum Beispiel:
• Tesla – ein Pionier der Elektromobilität
• Volkswagen ID.3
• Renault ZOE
Diese Fahrzeuge sind in Deutschland weit verbreitet und stehen für die Zukunft des emissionsfreien Fahrens.
Bidirektionalität
Bidirektionalität bedeutet, dass Energie in zwei Richtungen fließen kann – in das Elektroauto hinein (beim Laden) und wieder heraus (zurück ins Haus oder Stromnetz).
Das bietet viele Vorteile:
• Strom aus dem Auto kann im Haushalt genutzt werden (z. B. bei Stromausfall).
• Man kann ein anderes E-Auto laden.
• Überschüssige Energie kann ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden.
Aktuell gibt es noch keinen einheitlichen Industriestandard für diese Technik. Hersteller verfolgen unterschiedliche Ansätze:
• Einige setzen auf Wechselstrom (AC) – gut für Haushaltsgeräte, aber mit begrenzter Leistung.
• Andere nutzen Gleichstrom (DC) – leistungsstärker, aber im Haushalt nur mit einem Wechselrichter nutzbar. Dieser muss in die Wallbox eingebaut werden, was die Kosten erhöht.
BMS (Battery Management System)
Es ist die „Steuerzentrale“ einer Batterie in Elektrofahrzeugen. Das BMS überwacht und regelt alle wichtigen Parameter, damit die Batterie sicher und effizient arbeitet.
Bordladegerät
Das Bordladegerät ist ein fest eingebautes Ladegerät im Elektroauto. Es sorgt dafür, dass der Strom aus der Steckdose – der sogenannte Wechselstrom (AC) – in Gleichstrom (DC) umgewandelt wird. Denn die Batterie im Elektroauto kann nur Gleichstrom speichern.
Man kann sich das wie beim Handy-Netzteil vorstellen: Auch dort wird der Strom für den Akku passend gemacht. Beim E-Auto übernimmt diese Aufgabe das Bordladegerät – eine kleine, aber wichtige Komponente, die dafür sorgt, dass der Akku sicher und effizient geladen wird.
Wenn du möchtest, kann ich auch eine kurze Übersicht zu Ladearten (AC vs. DC) ergänzen, um den Zusammenhang noch klarer zu machen.
Brennstoffzelle
Eine Brennstoffzelle erzeugt elektrischen Strom aus Wasserstoff – direkt im Fahrzeug. Dieser Strom treibt einen Elektromotor an, genau wie bei batterieelektrischen Fahrzeugen.
So funktioniert’s: Die Brennstoffzelle verbindet Wasserstoff aus dem Tank mit Sauerstoff aus der Luft. Dabei entsteht elektrische Energie – als Abfallprodukt nur Wasser(dampf) und Wärme. Es gibt keine schädlichen Emissionen.
Fahrzeuge mit dieser Technik heißen Brennstoffzellen-Elektrofahrzeuge oder FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle). Sie sind in Deutschland noch selten, gelten aber als vielversprechende Alternative, besonders für lange Strecken und schwere Fahrzeuge.
Brennstoffzellen-Elektrofahrzeug (FCEV)
Ein FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) ist ein Elektrofahrzeug, das mit einer Brennstoffzelle betrieben wird – nicht mit einem klassischen Akku.
Die Brennstoffzelle erzeugt elektrische Energie aus Wasserstoff und Sauerstoff:
• Wasserstoff kommt aus dem Fahrzeugtank.
• Sauerstoff wird aus der Umgebungsluft entnommen.
• Als Emission entsteht nur Wasserdampf – also kein CO₂ oder andere Schadstoffe.
Die erzeugte Energie treibt den Elektromotor an. FCEVs bieten:
• Hohe Reichweite
• Schnelle Betankung – ähnlich wie bei herkömmlichen Autos
Ein bekanntes Beispiel ist der Toyota Mirai.
CHAdeMO-System
CHAdeMO ist ein Schnellladestandard für Elektrofahrzeuge, der aus Japan stammt. Der Name steht für „CHArge de MOve“ – also sinngemäß „Laden für Bewegung“.
Das System ermöglicht das schnelle Laden mit Gleichstrom (DC) über eine spezielle Steckerverbindung. Es eignet sich besonders für Fahrzeuge mit großer Batteriekapazität.
CHAdeMO ist vor allem bei japanischen Herstellern wie Nissan und Mitsubishi verbreitet, aber auch einige europäische Modelle unterstützen diesen Standard.
CHAdeMO-Stecker
Der CHAdeMO-Stecker ist ein spezieller Schnellladestecker für Elektrofahrzeuge. Er wurde von japanischen Autoherstellern entwickelt und ist vor allem in Japan sowie in einigen anderen Ländern verbreitet.
Mit diesem Stecker wird das Fahrzeug mit Gleichstrom (DC) geladen – das ermöglicht hohe Ladeleistungen von bis zu 50 kW oder mehr. CHAdeMO-Stecker sind vor allem an Schnellladestationen zu finden und eignen sich besonders für Fahrzeuge mit großer Batterie.
Chargepoint ID / EVSE ID
Die Chargepoint ID (auch EVSE ID) ist die eindeutige Kennung einer Ladestation. Sie funktioniert wie eine „Adresse“ für die Station und wird genutzt, um sie im Backend, in Apps oder bei Abrechnungen eindeutig zu identifizieren.
Wofür wird sie gebraucht?
Authentifizierung: Damit das Fahrzeug oder die App die richtige Station erkennt.
Abrechnung: Für korrekte Zuordnung von Ladevorgängen.
Netzwerkmanagement: Betreiber können Stationen überwachen und steuern.
Combined Charging System (CCS)
CCS steht für Combined Charging System – ein internationaler Ladestandard für Elektrofahrzeuge. Der große Vorteil: Mit einem einzigen Stecker kann sowohl mit Wechselstrom (AC) als auch mit Gleichstrom (DC) geladen werden.
Das CCS-System kombiniert:
den Typ-2-Stecker (für langsames AC-Laden, z. B. zu Hause)
mit zusätzlichen DC-Kontakten (für schnelles Laden an Schnellladestationen)
CCS ist in Europa und vielen anderen Regionen der Welt weit verbreitet. Es unterstützt hohe Ladeleistungen und ermöglicht flexibles Laden – zu Hause, unterwegs oder an öffentlichen Ladepunkten.
CCS Combo-Stecker
Der CCS Combo-Stecker ist ein universeller Ladestecker für Elektrofahrzeuge, der sowohl Wechselstrom (AC) als auch Gleichstrom (DC) unterstützt – und das über eine einzige Steckverbindung.
Er kombiniert:
den Typ-2-Stecker für langsames Laden (AC), z. B. zu Hause
mit zusätzlichen DC-Kontakten für schnelles Laden an Schnellladestationen
Der CCS-Stecker ermöglicht Hochleistungsladen und ist bei vielen Autoherstellern weltweit Standard. Er ist besonders praktisch, da er flexibles Laden an verschiedenen Ladepunkten erlaubt – ob zuhause, am Arbeitsplatz oder unterwegs.
CEE-Stecker
Der CEE-Stecker ist ein standardisiertes Steckersystem, das in Europa für die Elektromobilität und viele andere Anwendungen verwendet wird. Die Abkürzung steht für „Commission on the Rules for the Approval of the Electrical Equipment“.
Die Firma WALTHER-WERKE (gegründet von Ferdinand Walther) war beteiligt an der Normierung/Entwicklung des industriellen CEE-Steckverbinders.
Im Bereich der Elektroautos sind vor allem zwei Typen relevant:
Der Industriestecker (auch „Starkstromstecker“ genannt): Er bietet eine dreiphasige Verbindung mit 32 Ampere und 400 Volt – ideal für leistungsstarkes Laden.
Der Campingstecker: Eine einphasige Verbindung mit 16 Ampere und 230 Volt – häufig für mobile Ladeeinrichtungen genutzt.
Beide Varianten ermöglichen eine sichere und genormte Verbindung zum Stromnetz und dienen dem Laden der Fahrzeugbatterie.
Charge Point Operator (CPO)
Ein Charge Point Operator (CPO) – auf Deutsch Ladestationsbetreiber – ist ein Unternehmen oder eine Organisation, das die technische Infrastruktur für das Laden von Elektroautos bereitstellt und betreut.
Die Aufgaben eines CPO umfassen:
Installation und Wartung von Ladestationen
Sicherstellung der Stromversorgung und Funktionsfähigkeit
Abrechnung des geladenen Stroms
Bereitstellung von digitalen Services, z. B. Lade-Apps oder Echtzeitinformationen
Der CPO arbeitet meist im Hintergrund und ist nicht direkt mit den Fahrern verbunden. Stattdessen stellt er sicher, dass die Ladepunkte zuverlässig und effizient funktionieren – egal ob am Supermarkt, auf dem Parkplatz oder entlang der Autobahn.
Cw-Wert (Luftwiderstandsbeiwert)
Der Cw-Wert beschreibt, wie stark ein Fahrzeug dem Luftstrom widersteht – je niedriger der Wert, desto besser die Aerodynamik.
Bei Elektroautos spielt der Cw-Wert eine besonders wichtige Rolle, da ein geringerer Luftwiderstand den Stromverbrauch senkt – vor allem bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Das bedeutet: mehr Reichweite bei gleicher Batterieladung.
Zur Optimierung des Cw-Werts setzen Hersteller auf:
Glattflächige Spoiler und Kühlergrille
Versenkte Türgriffe und aerodynamische Felgen
Absenkung des Fahrzeugs während der Fahrt
Digitale Seitenspiegel, wie beim Audi Q8 e-tron, Mercedes EQS/EQE oder dem Forschungsfahrzeug Mercedes EQXX
Diese Maßnahmen helfen, den Luftstrom effizient zu lenken und die Energieverluste zu minimieren.
Datenleitung
Eine Datenleitung ist ein Kabel oder eine Verbindung, über die Informationen zwischen Geräten übertragen werden.
Im Gegensatz zu einer Stromleitung, die elektrische Energie liefert, transportiert die Datenleitung Signale – zum Beispiel Steuerbefehle, Messwerte oder Kommunikationsdaten.
Typische Beispiele: Netzwerkkabel (LAN), Steuerleitungen in Ladestationen (z. B. für Kommunikation zwischen Auto und Ladepunkt)
Drehstrom (Dreiphasenwechselstrom)
Drehstrom, auch Dreiphasenwechselstrom genannt, ist eine besondere Form von Wechselstrom, bei der drei elektrische Spannungen gleichzeitig erzeugt werden – jede um 120° phasenverschoben.
Er entsteht durch:
• Drei Spulen, die im Winkel von 120° um ein rotierendes Magnetfeld angeordnet sind
• Dadurch entstehen drei sinusförmige Wechselspannungen, die sich ideal ergänzen
Vorteile von Drehstrom:
• Effiziente Stromübertragung über große Entfernungen
• Stabile Energieversorgung für leistungsstarke Geräte und Maschinen
• In der Elektromobilität wichtig für schnelles Laden über CEE-Stecker oder Wallboxen mit dreiphasigem Anschluss
DLM (Dynamic Load Management)
Es ist ein intelligentes System, das die verfügbare elektrische Leistung dynamisch auf mehrere Verbraucher verteilt – zum Beispiel auf mehrere Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Warum ist das wichtig?
• Verhindert Überlastung des Stromnetzes
• Nutzt die vorhandene Leistung optimal aus
• Spart Kosten für Netz- oder Hausanschluss-Erweiterungen
Kurz gesagt: DLM sorgt dafür, dass alle Ladepunkte effizient und sicher betrieben werden, ohne das Stromnetz zu überlasten.
Eichrecht
Das Eichrecht sorgt dafür, dass Messungen korrekt und fair durchgeführt werden – zum Beispiel beim Laden von Elektroautos.
Es ist im deutschen Mess- und Eichgesetz (MessEG) geregelt und schreibt vor, dass an öffentlichen Ladesäulen nur geeichte Stromzähler verwendet werden dürfen. Diese messen genau, wie viel Strom geladen wurde, damit die Abrechnung transparent und nachvollziehbar ist.
Hintergrund:
• Die Regelung basiert auf einer EU-Richtlinie, die seit April 2019 gilt.
• Ziel ist es, Verbraucherschutz zu gewährleisten und Vertrauen in die Ladeinfrastruktur zu stärken.
Für Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das: Sie zahlen nur für den Strom, den sie tatsächlich geladen haben – nicht mehr und nicht weniger.
Elektroauto | Elektrofahrzeug
Ein Elektrofahrzeug ist ein Fahrzeug, das von einem Elektromotor angetrieben wird und seine Energie überwiegend aus dem Stromnetz bezieht. Es kann also extern aufgeladen werden – zum Beispiel an einer Ladestation oder Steckdose.
Laut Definition der Bundesregierung zählen dazu:
• BEV (Battery Electric Vehicle): Vollelektrisch, fährt ausschließlich mit Strom
• REEV (Range Extender Electric Vehicle): Elektromotor mit kleinem Verbrennungsmotor zur Reichweitenverlängerung
• HEV (Hybrid Electric Vehicle): Kombination aus Elektro- und Verbrennungsmotor, lädt sich meist selbst beim Fahren
Alle diese Fahrzeugtypen tragen zur Reduzierung von Emissionen bei und sind Teil der Mobilitätswende.
Elektromobilität (E-Mobilität)
Elektromobilität bezeichnet die Nutzung von Fahrzeugen, die ganz oder teilweise elektrisch betrieben werden. Dazu zählen:
• Elektroautos (BEV)
• E-Bikes und Pedelecs
• Elektromotorräder
• E-Busse
• Elektrische Lastwagen
Diese Fahrzeuge besitzen Energiespeicher (meist Akkus) und beziehen ihre Energie überwiegend aus dem Stromnetz – etwa durch Laden an Steckdosen oder Ladestationen.
Ziel der Elektromobilität ist eine umweltfreundlichere und nachhaltigere Mobilität, mit weniger Emissionen und geringerer Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
Elektromobilitätsgesetz (EmoG)
Das EmoG ist ein deutsches Gesetz zur Förderung der Elektromobilität, das seit Juni 2015 gilt. Es soll die Nutzung von Elektrofahrzeugen im Straßenverkehr erleichtern und attraktiver machen.
Das Gesetz erlaubt unter anderem:
• Bevorrechtigungen für Elektroautos, z. B.:
• Befreiung von Parkgebühren
• Ausnahmen bei Verkehrsbeschränkungen
• Sonderparkplätze und Ladeinfrastruktur, die Kommunen gezielt für E-Fahrzeuge einrichten können
Ziel ist es, den Umstieg auf elektrische Antriebe zu fördern und die Verbreitung von E-Fahrzeugen in Deutschland voranzutreiben.
Elektromotor
Der Elektromotor ist das Herzstück eines Elektrofahrzeugs. Er wandelt elektrische Energie in mechanische Bewegung um – also in die Kraft, die das Auto antreibt.
So funktioniert’s:
• Der Strom aus der Batterie ist Gleichstrom (DC).
• Ein Inverter (Gleichstrom-Wechselstrom-Konverter) wandelt ihn in Wechselstrom (AC) um.
• Der Elektromotor nutzt diesen Wechselstrom, um ein Magnetfeld zu erzeugen.
• Durch Anziehungs- und Abstoßungskräfte entsteht eine Rotationsbewegung, die die Räder antreibt.
Je effizienter diese Umwandlung, desto länger kann das Fahrzeug mit einer Batterieladung fahren.
Eine weitere wichtige Komponente ist der Gleichspannungswandler (Umrichter), der verschiedene Spannungsebenen im Fahrzeug regelt – etwa für Bordelektronik oder Ladefunktionen.
EVSE (Electrical Vehicle Supply Equipment)
EVSE steht für die Ladeausrüstung für Elektrofahrzeuge. Sie umfasst alle Geräte, die notwendig sind, um ein Elektroauto sicher und zuverlässig mit Strom zu versorgen. Dazu gehören zum Beispiel Ladestationen und die dazugehörige Technik.
Warum ist EVSE wichtig?
• Sie sorgt für eine stabile und effiziente Stromversorgung.
• Sie hilft, Ausfallzeiten zu vermeiden.
• Sie unterstützt ein optimiertes Energiemanagement.
Kurz gesagt: Ohne EVSE funktioniert das Laden von Elektrofahrzeugen nicht.
E-Bike (elektrisch angetriebenes Fahrrad)
Ein E-Bike ist ein Fahrrad mit einem integrierten Elektromotor, der den Fahrer beim Treten unterstützen kann. Der Motor wird über eine Batterie betrieben und liefert je nach Modell und Einstellung mehr oder weniger Schub.
Wichtig:
• Die Motorunterstützung ist optional – das E-Bike kann auch wie ein normales Fahrrad gefahren werden.
• Der Motor dient als Hilfsmotor, nicht als Ersatz fürs Treten.
• Die Unterstützung erfolgt meist bis zu 25 km/h – darüber hinaus muss selbst getreten werden (bei Pedelecs).
E-Bikes sind besonders beliebt für:
• Pendlerstrecken
• Freizeitausflüge
• Geländefahrten mit speziellen E-Mountainbikes
E-Roaming
E-Roaming ermöglicht es Fahrerinnen und Fahrern von Elektroautos, ihr Fahrzeug an Ladestationen verschiedener Anbieter aufzuladen – ohne sich bei jedem Anbieter einzeln registrieren zu müssen.
Das funktioniert über:
• Einheitliche Identifikation (z. B. mit einer Ladekarte oder App)
• Zentrale Abrechnung – bequem und transparent
Vorteile:
• Zugang zu vielen Ladepunkten mit nur einem Vertrag
• Einfaches Laden im In- und Ausland
• Keine Tarifverwirrung – klare Kostenübersicht
E-Roaming macht das Laden unterwegs flexibler und komfortabler – ein wichtiger Schritt für die Verbreitung der Elektromobilität.
Feststoffbatterie
Feststoffbatterien – auch „All-Solid-State-Batterien“ genannt – gelten als vielversprechende Technologie der Zukunft. Im Unterschied zu herkömmlichen Lithium-Batterien enthalten sie keinen flüssigen Elektrolyten, sondern feste Materialien. Dadurch sind sie besonders hitzebeständig und gelten als sehr sicher. Ein großer Vorteil: Sie benötigen keine aufwendige Kühlung. Zudem bieten Feststoffbatterien eine deutlich höhere Energiedichte – etwa doppelt so viel wie heutige Lithium-Batterien. Das bedeutet: mehr Reichweite für Elektrofahrzeuge.
FI-Schalter
Ein FI-Schalter – auch Fehlerstrom-Schutzschalter oder RCD (Residual Current Device) genannt – schützt Menschen vor Stromschlägen. Er erkennt, wenn Strom auf einem ungewöhnlichen Weg fließt, etwa durch den Körper, und schaltet den Strom sofort ab.
Das Kürzel „FI“ steht für „Fehler“ (F) und „Stromstärke“ (I). In den meisten Haushalten ist der FI Typ A verbaut, der Wechselstrom erkennt. Für das Laden von Elektroautos braucht es jedoch mehr: den FI Typ A-EV. Dieser erkennt zusätzlich gefährliche Gleichstromfehler, ist günstiger als der teurere FI Typ B und sorgt für sicheres Laden.
Frequenzumrichter
Ein Frequenzumrichter – auch Wechselrichter genannt – ist ein zentrales Bauteil im Elektroauto. Er sorgt dafür, dass die Energie aus der Batterie richtig an den Elektromotor weitergegeben wird. Die Batterie liefert Gleichstrom, der Motor benötigt jedoch Wechselstrom. Der Frequenzumrichter wandelt daher die Gleichspannung in Wechselspannung um und passt die Frequenz an den aktuellen Fahrbedarf an. So kann der Motor effizient arbeiten – egal ob beim Anfahren, Beschleunigen oder Bremsen
Gleichstrom (DC)
DC steht für „Direct Current“, auf Deutsch: Gleichstrom. Dabei fließt der elektrische Strom immer in eine feste Richtung – im Gegensatz zum Wechselstrom, bei dem sich die Richtung ständig ändert. Batterien speichern Energie als Gleichstrom. Diese Energie kann direkt genutzt oder mithilfe eines Wechselrichters in Wechselstrom umgewandelt werden – zum Beispiel für den Antrieb eines Elektroautos.
(Haushalts-)Steckdose
Ein Elektroauto lässt sich grundsätzlich auch an einer normalen Haushaltssteckdose – einer sogenannten „SchuKo“-Steckdose – laden. Diese Lösung ist jedoch nur für den Notfall gedacht. SchuKo-Steckdosen sind für typische Haushaltsgeräte ausgelegt und dürfen nur kurzzeitig mit maximal 16 Ampere belastet werden. Deshalb sollte vor dem Laden unbedingt ein Fachbetrieb prüfen, ob die Stromleitungen und Sicherungen dafür geeignet sind.
Da die Ladeleistung einer normalen Steckdose gering ist, dauert das Laden eines E-Autos sehr lange. Für sicheres und schnelleres Laden empfiehlt sich eine spezielle Ladestation – zum Beispiel eine Wallbox.
High Power Charging (HPC)
¬High Power Charger – kurz HPC – sind besonders leistungsstarke Ladestationen für Elektroautos. Sie bieten Ladeleistungen zwischen 150 und 350 Kilowatt (kW) und arbeiten mit Spannungen bis zu 1000 Volt und Strömen bis zu 500 Ampere. Wie viel davon tatsächlich genutzt wird, hängt vom Fahrzeug ab.
Wichtig beim Schnellladen ist nicht nur die maximale Ladeleistung, sondern auch die durchschnittliche Ladegeschwindigkeit – besonders im Bereich zwischen 10 und 80 % Batterieladestand. Seit 2019 wächst das HPC-Netz rasant, vor allem entlang der Autobahnen und zunehmend auch in Städten.
Viele moderne Elektroautos können bereits zwischen 100 und 270 kW aufnehmen. Für die höchsten Ladeleistungen sind spezielle, gekühlte Ladekabel und Stecker nötig. HPC ermöglicht kurze Ladestopps – vorausgesetzt, das Fahrzeug ist technisch dafür ausgelegt.
Hybrid-Elektrofahrzeuge (HEV)
Hybridfahrzeuge nutzen zwei verschiedene Antriebe – meist einen Verbrennungsmotor und einen Elektromotor. Beide haben eigene Energiespeicher und können entweder einzeln oder gemeinsam das Fahrzeug antreiben. Diese Kombination sorgt für mehr Effizienz, größere Reichweite und weniger Schadstoffausstoß. Der Elektromotor nutzt einen Stromspeicher, dessen Größe die elektrische Reichweite bestimmt: Je größer der Akku, desto weiter kommt das Fahrzeug rein elektrisch. Beispiele für Hybridmodelle sind der BMW i3, BMW iX3 und Mazda MX-30.
IEC 61851-1
Die IEC 61851-1 ist eine internationale Norm, die Standards für das Laden von Elektrofahrzeugen festlegt. Sie stammt von der „International Electrotechnical Commission“ (IEC) und beschreibt vier sogenannte Lademodi – also verschiedene Arten, wie ein Elektroauto geladen werden kann:
• Mode 1: Langsames Laden an einer normalen Haushaltssteckdose (SchuKo) mit Erdungskontakt.
• Mode 2: Laden mit einem mobilen Kabel, das ein Sicherheitsmodul enthält – geeignet für ein- bis dreiphasigen Strom.
• Mode 3: Laden über eine fest installierte Ladestation mit speziellen Steckern und Steuerkontakten.
• Mode 4: Schnellladen mit Gleichstrom, gesteuert durch ein externes Ladegerät.
Diese Norm sorgt weltweit für einheitliche und sichere Ladeverfahren.
Induktives Laden
Induktives Laden ermöglicht das kabellose Aufladen von Elektroautos – ganz ohne Stecker. Die Technik basiert auf dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion, das auch bei elektrischen Zahnbürsten oder Smartphones zum Einsatz kommt.
Beim induktiven Laden wird eine Spule im Boden des Parkplatzes installiert und eine zweite im Fahrzeugboden. Sobald das Auto korrekt über der Spule steht, startet der Ladevorgang automatisch. Das spart Zeit und erhöht den Komfort, da keine Kabel angeschlossen werden müssen.
Einige Forschungsprojekte gehen noch weiter: Sie integrieren Induktionsspulen direkt in die Fahrbahn. So könnten Elektroautos künftig sogar während der Fahrt geladen werden – für nahezu unbegrenzte Reichweite.
Noch ist die Technik teuer und vergleichsweise langsam. Erste Lösungen wie die von BMW aus dem Jahr 2018 zeigen jedoch, dass induktives Laden großes Potenzial hat. Hersteller und Forschungseinrichtungen arbeiten intensiv daran, die Technologie weiterzuentwickeln und alltagstauglich zu machen.
Intelligentes Laden (Smart Charging)
Smart Charging bedeutet: Elektroautos werden effizient und kostengünstig geladen – genau dann, wenn Strom günstig und ausreichend verfügbar ist. Grundlage dafür ist das sogenannte Lastmanagement, das den Stromverbrauch gezielt steuert.
Ein wichtiger Baustein ist das Open Smart Charging Protocol (OSCP). Es ermöglicht die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation. So können Informationen wie Batterietyp, Ladezeitpunkt, Ladezustand oder Stromvertrag ausgetauscht werden – für ein optimales Ladeergebnis.
Ein weiterer Schritt ist Vehicle-to-Grid (V2G): Dabei wird die Batterie des Elektroautos als Stromspeicher ins Stromnetz eingebunden. Überschüssige Energie kann gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz zurückgespeist werden. Das hilft, Schwankungen im Stromnetz auszugleichen und macht das Laden noch nachhaltiger.
ISO 15118
ISO 15118 ist ein internationaler Standard für die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeugen und Ladestationen. Er sorgt dafür, dass Auto und Ladesäule miteinander „sprechen“ können – etwa um Ladeinformationen auszutauschen oder den Ladevorgang zu starten.
Dank dieser bidirektionalen Kommunikation kann das Fahrzeug zum Beispiel:
• die verfügbare Ladeleistung abfragen,
• den aktuellen Ladestand anzeigen,
• den Ladevorgang automatisch starten oder stoppen,
• und sogar den Bezahlvorgang abwickeln.
Für Fahrerinnen und Fahrer bedeutet das: einheitliche Abläufe, transparente Informationen und komfortables Laden – an jeder kompatiblen Ladestation.
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Kapazität
Die Kapazität einer Batterie gibt an, wie viel elektrische Energie sie speichern kann – gemessen in Kilowattstunden (kWh). In der Elektromobilität bestimmt sie maßgeblich, wie weit ein Elektroauto mit einer Ladung fahren kann.
Je größer die Kapazität, desto höher die Reichweite. Ein Fahrzeug mit einem Verbrauch von 20 kWh pro 100 km und einer Batteriekapazität von 100 kWh könnte theoretisch 500 km weit fahren. Solche Reichweiten erfordern jedoch große und schwere Akkus – teils bis zu 700 kg. Selbst kompakte Elektroautos bringen heute Batterien mit rund 200 kg Gewicht mit.
Kilowattstunde (kWh)
Die Kilowattstunde – kurz kWh – ist eine Maßeinheit für elektrische Energie. Sie beschreibt, wie viel Strom verbraucht oder erzeugt wird, wenn ein Gerät eine Leistung von einem Kilowatt für eine Stunde nutzt.
Im Alltag wird die kWh verwendet, um den Stromverbrauch von Haushaltsgeräten, Gebäuden oder Elektrofahrzeugen zu messen. Bei E-Autos entspricht die Kilowattstunde dem, was beim Verbrenner der Liter Kraftstoff ist: Sie zeigt, wie viel „Energie im Tank“ steckt – und wie weit man damit fahren kann.
Konduktives Laden
Konduktives Laden ist die gängigste Methode, um Elektroautos aufzuladen. Dabei wird Strom über ein Kabel und einen Stecker übertragen – also leitungsgebunden. Die internationale Norm IEC 61851-1 unterscheidet vier Lademodi:
• Mode 1: Einfaches Laden über ein fest angeschlossenes Kabel an einer Haushaltssteckdose. Typisch für E-Roller und Leichtfahrzeuge. Maximal 2,3 kW Ladeleistung.
• Mode 2: Laden mit einem mobilen Kabel und integrierter Sicherheitsbox (ICCB). Bis zu 22 kW – ideal für das Laden zu Hause über Nacht.
• Mode 3: Schnelles Laden mit Wechselstrom über spezielle Ladestationen oder Wallboxen. Ladeleistung bis zu 43 kW.
• Mode 4: Schnellladen mit Gleichstrom – bis zu 350 kW. Ermöglicht durch das Combined Charging System (CCS), verfügbar an High Power Chargern (HPC).
Diese Lademodi decken unterschiedliche Ladebedarfe ab – vom einfachen Laden bis zur ultraschnellen Energieversorgung.
Ladeinfrastruktur
Die Ladeinfrastruktur umfasst alle technischen Einrichtungen, mit denen Elektroautos aufgeladen werden können. Man unterscheidet zwischen:
- Privater Ladeinfrastruktur: Sie steht nur bestimmten Nutzergruppen zur Verfügung – etwa zu Hause in der Garage oder auf dem Firmenparkplatz.
- Öffentlicher Ladeinfrastruktur: Sie ist für alle zugänglich, zum Beispiel an Straßen, Parkplätzen oder Tankstellen. Diese Ladesäulen müssen bestimmte technische und rechtliche Vorgaben erfüllen, etwa die der Ladesäulenverordnung.
Um den Ausbau voranzutreiben, unterstützt die Bundesregierung den flächendeckenden Aufbau öffentlicher Ladepunkte. Dafür wurde die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur eingerichtet, die Planung, Förderung und Umsetzung koordiniert.
Ladekabel
Ein Ladekabel verbindet das Elektroauto mit einer Stromquelle – zum Beispiel einer Steckdose oder Ladestation. Es besteht aus einem Stecker für die Ladebuchse am Fahrzeug und einem Kabel, das den Strom überträgt.
Je nach Fahrzeug und Ladestation kommen unterschiedliche Steckertypen zum Einsatz:
• Typ 2: Standard in Europa für Wechselstromladen
• CCS (Combined Charging System): Für schnelles Gleichstromladen
• CHAdeMO: Vor allem bei asiatischen Fahrzeugen verbreitet
• Schuko: Haushaltsstecker für langsames Laden – meist als Notlösung
Das Ladekabel ist ein zentrales Zubehör für Elektroautos und sorgt für sicheres und komfortables Laden – zu Hause und unterwegs.
Ladekarte
Eine Ladekarte, auch bekannt als Ladechip, ist eine Karte oder ein RFID-Chip, der von verschiedenen Anbietern ausgegeben wird und den Zugang zu öffentlichen Ladestationen für Elektrofahrzeuge ermöglicht. Mit einer Ladekarte können Fahrer an Ladestationen ihr Fahrzeug aufladen und den Ladevorgang starten. Die Ladekarte dient als Identifikations- und Autorisierungsmittel, um den Zugang zur Ladestation freizugeben und den Energieverbrauch abzurechnen. Es gibt verschiedene Anbieter von Ladekarten, und Fahrer können je nach ihrem Standort und ihren Vorlieben denjenigen wählen, der ihnen den besten Zugang zu Ladestationen bietet.
Ladekurve
Die Ladekurve zeigt, wie sich die Ladeleistung eines Elektroautos während des Ladevorgangs verändert – meist als Grafik dargestellt. Typischerweise startet der Ladevorgang mit hoher Leistung, die dann allmählich abnimmt, je voller die Batterie wird.
Der Grund: Um die Batterie zu schonen, wird die Ladeleistung reduziert, sobald ein hoher Ladezustand erreicht ist – meist ab etwa 80 %. Die genaue Form der Kurve hängt von Faktoren wie dem Ladegerät, der Batterietechnologie und dem Zustand der Batterie ab.
Die Ladekurve hilft dabei:
• Ladezeiten besser zu planen
• den Ladevorgang zu überwachen
• die Lebensdauer der Batterie zu verlängern
Ladeleistung
Die Ladeleistung beschreibt, wie viel Strom pro Stunde in die Batterie eines Elektroautos fließt – gemessen in Kilowatt (kW). Multipliziert mit der Ladezeit ergibt sich die gespeicherte Energie in Kilowattstunden (kWh).
Beim Wechselstromladen (AC) bleibt die Ladeleistung meist konstant und sinkt erst gegen Ende des Ladevorgangs. Beim Gleichstromladen (DC) hingegen schwankt sie – abhängig vom Batteriestand, der Temperatur und der Fahrzeugtechnik.
Typische Ladeleistungen:
• 11 kW: Wallbox zu Hause
• 22 kW: Öffentliche Normalladestation
• 50 kW: Schnelllader
• 150–350 kW: High Power Charger (HPC) für ultraschnelles Laden
Je höher die Ladeleistung, desto kürzer die Ladezeit – vorausgesetzt, das Fahrzeug kann diese Leistung aufnehmen.
Ladepunkt / Ladesäule / Ladestation
Ladestationen für Elektroautos sehen oft aus wie klassische Zapfsäulen an Tankstellen – doch sie liefern Strom statt Kraftstoff. Offiziell spricht man heute von Ladepunkten: Jede Steckverbindung, über die ein Elektrofahrzeug geladen werden kann, gilt als ein Ladepunkt.
Die einfachste Form ist eine Steckdose, über die per Kabel Strom ins Fahrzeug gelangt. Moderne Ladesäulen oder Ladestationen verfügen meist über mehrere Ladepunkte – also mehrere Anschlüsse, an denen gleichzeitig verschiedene Fahrzeuge geladen werden können.
Ladesäulenverordnung (LSV)
Die Ladesäulenverordnung – kurz LSV – legt die technischen Mindestanforderungen für öffentlich zugängliche Ladepunkte in Deutschland fest. Sie sorgt dafür, dass Ladesäulen sicher, einheitlich und für alle Elektrofahrzeuge nutzbar sind.
Die LSV wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (heute BMWK) erlassen und trat am 17. März 2016 in Kraft. Seitdem wurde sie mehrfach angepasst, um den Ausbau der Ladeinfrastruktur zu beschleunigen.
Wichtige Punkte:
• Sicherheit und Interoperabilität: Alle Ladesäulen müssen bestimmte technische Standards erfüllen.
• Meldepflicht: Betreiberinnen und Betreiber müssen ihre Ladepunkte bei der Bundesnetzagentur registrieren.
• Zugang für alle: Öffentlich zugängliche Ladepunkte müssen diskriminierungsfrei nutzbar sein.
Die LSV schafft damit einen verlässlichen Rahmen für den weiteren Ausbau der Elektromobilität in Deutschland.
Ladestecker
Ladestecker verbinden das Elektroauto mit der Ladestation – je nach Stromart und Fahrzeugtyp gibt es unterschiedliche Steckerstandards:
- Typ 2: Standard für Wechselstrom (AC) in Europa. Öffentliche AC-Ladestationen sind fast immer mit Typ-2-Steckdosen ausgestattet.
- CCS (Combined Charging System): Erweiterung des Typ-2-Steckers für schnelles Gleichstromladen (DC). Heute Standard bei den meisten neuen Fahrzeugen.
- Typ 1: Vor allem bei älteren oder US-Fahrzeugen verbreitet. Adapter ermöglichen das Laden an Typ-2-Stationen.
- CHAdeMO: Japanischer Standard für DC-Schnellladen, häufig bei asiatischen Modellen. Adapterlösungen ermöglichen inzwischen auch das Laden an CCS-Stationen.
Die Wahl des Steckertyps hängt vom Fahrzeugmodell und der Ladeinfrastruktur ab – moderne Fahrzeuge setzen zunehmend auf CCS für maximale Flexibilität und Ladeleistung.
Ladestrom
Der Ladestrom ist der elektrische Strom, der beim Laden eines Elektroautos in die Batterie fließt – gemessen in Ampere (A). Er bestimmt, wie schnell Energie übertragen wird und beeinflusst damit die Ladezeit und die Batteriegesundheit.
Typische Unterschiede:
• AC-Ladung (Wechselstrom): meist niedrigerer Ladestrom, gleichmäßiger Verlauf
• DC-Schnellladung (Gleichstrom): deutlich höherer Ladestrom, abhängig von Batteriestand und Temperatur
Der Ladestrom variiert je nach Ladegerät, Fahrzeugtyp und Umgebung. Hersteller geben Empfehlungen, wie viel Strom die Batterie sicher aufnehmen kann – diese sollten unbedingt beachtet werden.
Ladeverlust
Beim Laden eines Elektroautos geht ein Teil der Energie verloren – dieser sogenannte Ladeverlust liegt typischerweise zwischen 10 und 20 %. Das bedeutet: Nicht die gesamte zugeführte Energie landet tatsächlich in der Batterie.
Die Höhe des Ladeverlusts hängt von verschiedenen Faktoren ab:
• Länge und Durchmesser des Ladekabels
• Temperatur während des Ladevorgangs
• Ladezustand der Batterie
• Art und Höhe der Ladeleistung (AC oder DC)
Ein effizienter Ladevorgang berücksichtigt diese Einflüsse – etwa durch kurze Kabel, optimierte Ladezeiten und passende Ladeleistung.
Ladevorgang
Der Ladevorgang beschreibt den Prozess, bei dem ein Elektrofahrzeug mit Strom versorgt wird. Dabei wird elektrische Energie von einer externen Quelle – etwa einer Steckdose, Wallbox oder Ladestation – über ein Ladekabel in die Fahrzeugbatterie übertragen.
Ein Ladevorgang kann stattfinden:
• Zuhause (z. B. über eine Wallbox oder Haushaltssteckdose)
• An öffentlichen Ladestationen
• An Schnell- oder Ultraschnellladern (DC/HPC)
Die Dauer hängt von mehreren Faktoren ab:
• Batteriekapazität
• Ladeleistung der Stromquelle
• Temperatur und Ladezustand der Batterie
Ist der Ladevorgang abgeschlossen, steht dem Fahrzeug die gespeicherte Energie für die Weiterfahrt zur Verfügung.
Ladezeit
Die Ladezeit beschreibt, wie lange ein Elektrofahrzeug braucht, um seine Batterie aufzuladen. Sie hängt vor allem von zwei Faktoren ab:
• Batteriekapazität (in kWh)
• Ladeleistung der genutzten Ladestation (in kW)
Je höher die Ladeleistung, desto kürzer die Ladezeit. Beispiele:
• Haushaltssteckdose: langsamstes Laden, oft über Nacht
• Wallbox: deutlich schneller, ideal für Zuhause
• Ultraschnelllader (HPC): kürzeste Ladezeiten – oft nur wenige Minuten
Die Ladezeit lässt sich einfach berechnen: Ladezeit = Batteriekapazität / Ladeleistung
Beispiel: Eine Batterie mit 60 kWh Kapazität und einer Ladeleistung von 120 kW ergibt eine Ladezeit von etwa 0,5 Stunden (30 Minuten).
Lastmanagement
Lastmanagement bezeichnet die intelligente Steuerung der Ladeleistung für Elektroautos, um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden – besonders wenn mehrere Fahrzeuge gleichzeitig laden.
Es gibt zwei Hauptformen:
• Statisches Lastmanagement: Jeder Ladestation wird eine feste Ladeleistung zugewiesen – unabhängig vom aktuellen Stromverbrauch.
• Dynamisches Lastmanagement: Der Stromverbrauch des Gebäudes wird laufend gemessen. Die verbleibende Leistung („Restleistung“) wird flexibel auf die Ladestationen verteilt – je nach Bedarf und Verfügbarkeit.
Vorteile des Lastmanagements:
• Vermeidung von Netzüberlastungen
• Optimale Nutzung der vorhandenen Stromkapazität
• Reduzierung von Anschlusskosten und laufenden Gebühren
• Zuverlässiges und bedarfsgerechtes Laden
Lastmanagement ist ein zentraler Baustein für die effiziente Integration von Elektromobilität in bestehende Energieinfrastrukturen.
Laternenladen
Laternenladen ist ein innovatives Konzept, bei dem Straßenlaternen nicht nur Licht spenden, sondern auch als Ladestation für Elektroautos dienen. Dazu werden sie mit einer Ladeeinheit ausgestattet – meist mit einer Leistung von 3,4 kW.
Vorteile des Laternenladens:
• Nutzung bestehender Infrastruktur: keine neuen Stellflächen oder Stromanschlüsse nötig
• Ideal für urbane Räume ohne private Parkplätze
• Ergänzung zu klassischen Ladestationen mit höherer Leistung (z. B. 22 kW)
Ein Beispiel: In Nordrhein-Westfalen startete 2020 ein Pilotprojekt mit rund 680 Ladelaternen in mehreren Städten. Ziel ist es, das Laden im öffentlichen Raum einfacher und flächendeckender zu machen – direkt dort, wo Fahrzeuge ohnehin parken.
Lebensdauer einer Batterie
Die Lebensdauer einer Batterie beschreibt, wie lange sie zuverlässig Energie liefern kann – entweder gemessen in Jahren oder in Lade- und Entladezyklen. Mit der Zeit nimmt die Leistung ab, etwa durch geringere Kapazität oder kürzere Reichweite.
Wichtige Einflussfaktoren:
• Batterietyp (z. B. Lithium-Ionen, LFP)
• Temperatur und Ladeverhalten
• Nutzungshäufigkeit und Ladezyklen
• Pflege und Wartung
Eine lange Lebensdauer ist entscheidend für die Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit – besonders bei Elektrofahrzeugen, wo die Batterie einen großen Teil des Fahrzeugwerts ausmacht.
Lithium-Ionen-Akku
Ein Lithium-Ionen-Akku ist ein wiederaufladbarer Energiespeicher, der in Elektrofahrzeugen, Smartphones, Laptops und vielen anderen Geräten zum Einsatz kommt. Beim Laden und Entladen wandern Lithium-Ionen zwischen den Elektroden hin und her – daher der Name.
Vorteile von Lithium-Ionen-Akkus:
• Hohe Energiedichte: viel Energie bei geringem Gewicht
• Lange Lebensdauer: viele Ladezyklen ohne starken Leistungsverlust
• Geringe Selbstentladung: kaum Energieverlust bei Nichtbenutzung
• Kein Memory-Effekt: kein Kapazitätsverlust durch Teilaufladungen
Dank dieser Eigenschaften sind Lithium-Ionen-Akkus heute der Standard in der Elektromobilität und mobilen Elektronik.
Lithium-Luft-Batterie
Die Lithium-Luft-Batterie gilt als vielversprechende Zukunftstechnologie – vor allem für Elektroautos. Anders als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus nutzt sie metallisches Lithium an der Anode, das beim Entladen mit Sauerstoff aus der Luft reagiert. Dabei entsteht Lithiumperoxid, das beim Laden wieder in Lithium und Sauerstoff zerlegt wird.
Vorteile und Potenzial:
• Extrem hohe Energiedichte – theoretisch bis zu siebenmal höher als bei Lithium-Ionen-Akkus
• Leichtbauweise möglich – vergleichbar mit der Energiekapazität eines Benzintanks
• Ideal für Langstrecken-Elektrofahrzeuge
Aktuell befindet sich die Technologie noch in der Forschung und Entwicklung. Herausforderungen bestehen vor allem in der Zyklenfestigkeit, Sicherheit und Stabilität der chemischen Reaktionen.
Machine to Machine (M2M)
M2M bedeutet Machine-to-Machine-Kommunikation. Es beschreibt den direkten Datenaustausch zwischen Geräten, ohne dass ein Mensch eingreifen muss. Beispiele sind:
• Ladestation kommuniziert mit Backend-System
• Fahrzeug sendet Daten an die Cloud
• Sensoren melden Status an Steuergeräte
Warum ist das wichtig?
• Automatisierte Prozesse
• Schnelle und zuverlässige Datenübertragung
• Grundlage für intelligente Systeme wie Smart Charging
Kurz gesagt: M2M ermöglicht, dass Geräte selbstständig miteinander sprechen und Daten austauschen.
Measuring Instruments Directive (MID)
Die MID ist eine EU-Richtlinie für Messgeräte, die für Abrechnungen relevant sind – zum Beispiel Strom-, Wasser- oder Gaszähler. Sie stellt sicher, dass Messungen genau, fälschungssicher und europaweit einheitlich sind. Geräte mit MID-Zulassung tragen das CE- und M-Zeichen.
Memory Effekt
Der Memory-Effekt tritt bei bestimmten Akkus (z. B. Nickel-Cadmium) auf, wenn sie nicht vollständig entladen werden, bevor sie wieder geladen werden. Die Batterie „merkt“ sich den niedrigeren Ladezustand und verliert dadurch Kapazität – sie liefert weniger Energie, obwohl sie voll geladen scheint.
Kurz gesagt: Häufiges Teilaufladen kann die nutzbare Kapazität verringern.
Mess- und Eichgesetz (MessEG)
Das Mess- und Eichgesetz regelt in Deutschland den Umgang mit eichpflichtigen Messgeräten – etwa Strom-, Wasser- und Gaszählern oder Waagen. Es stellt sicher, dass solche Geräte genaue, manipulationssichere und rechtlich verbindliche Messwerte liefern. Ohne gültige Eichung dürfen Messgeräte im geschäftlichen oder amtlichen Verkehr nicht verwendet werden.
Messstellenbetreiber (MSB)
Der Messstellenbetreiber ist das Unternehmen, das Strom- oder Gaszähler installiert, betreibt und wartet. Er sorgt dafür, dass Messungen korrekt sind und die Daten für Abrechnung und Netzsteuerung bereitstehen. Es gibt grundzuständige MSB (meist Netzbetreiber) und wettbewerbliche MSB, die vom Kunden gewählt werden können.
Messstellenbetriebsgesetz (MsBG)
Das MsbG regelt in Deutschland den Betrieb, das technische Ausstattungskonzept und die Datenkommunikation von Messstellen für Strom und Gas. Es legt fest, wer als grundzuständiger oder wettbewerblicher Messstellenbetreiber (MSB) tätig sein kann, wie Smart‑Meter und moderne Zähler eingeführt werden und wie Datenschutz und IT‑Sicherheit gewährleistet werden.
Mild-Hybrid Fahrzeug (MHEV)
Ein MHEV ist ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor und einem kleinen Elektromotor, der den Motor unterstützt. Der Elektromotor kann nicht allein fahren, sondern hilft beim Anfahren, Beschleunigen und Rekuperieren (Energierückgewinnung beim Bremsen). Das spart Kraftstoff und reduziert Emissionen – ohne Ladepflicht, da die Batterie sich selbst lädt.
Kurz gesagt: Mild-Hybride sind Verbrenner mit Elektro-Unterstützung für mehr Effizienz.
Mobile Metering System (MMS)
Ein MMS ist ein mobiles Messsystem, das Energieverbräuche flexibel erfasst – zum Beispiel auf Baustellen oder bei temporären Installationen. Es misst Strom, Spannung und andere relevante Daten und ermöglicht eine genaue Abrechnung sowie Energieüberwachung, ohne feste Installation.
Kurz gesagt: MMS ist die mobile Lösung für präzise Energie-Messung unterwegs.
Neuer Europäischer Fahrzyklus (NEFZ)
Der NEFZ war ein standardisierter Testzyklus, um den Kraftstoffverbrauch und die CO₂-Emissionen von Fahrzeugen zu messen. Er simulierte Fahrten in der Stadt und auf der Landstraße unter Laborbedingungen. Seit 2018 wurde er durch den realitätsnäheren WLTP-Test ersetzt.
Niederspannungs-Anschlussverordnung (NAV)
Die NAV regelt in Deutschland den Anschluss von Anlagen an das öffentliche Niederspannungsnetz. Sie legt fest, wie Hausanschlüsse hergestellt, genutzt und gewartet werden und definiert die Rechte und Pflichten von Netzbetreibern und Anschlussnehmern.
Niedervolt Hybridsystem
Ein Niedervolt-Hybridsystem nutzt einen kleinen Elektromotor und eine 48-Volt-Batterie, um den Verbrennungsmotor zu unterstützen. Es ermöglicht Funktionen wie Rekuperation, Start-Stopp und kurze elektrische Unterstützung beim Beschleunigen. Im Gegensatz zu Vollhybriden kann das Fahrzeug nicht rein elektrisch fahren, spart aber Kraftstoff und reduziert Emissionen.
Notladekabel
Ein Notladekabel ist ein mobiles Ladegerät, das Elektrofahrzeuge über eine normale Haushaltssteckdose lädt. Es dient als Backup-Lösung, wenn keine Wallbox oder öffentliche Ladestation verfügbar ist. Die Ladeleistung ist gering, daher dauert das Laden deutlich länger und sollte nur vorübergehend genutzt werden.
One-Pedal-Driving
One-Pedal-Driving ist eine Fahrfunktion bei Elektroautos, bei der Beschleunigen und Bremsen fast vollständig über das Gaspedal erfolgt. Nimmt der Fahrer den Fuß vom Pedal, bremst das Fahrzeug automatisch durch Rekuperation (Energierückgewinnung). Das reduziert den Einsatz der mechanischen Bremse und erhöht die Effizienz.
Open Charge Point Protocol (OCPP)
OCPP ist ein offener Standard für die Kommunikation zwischen Ladestationen und Backend-Systemen. Er ermöglicht Funktionen wie Authentifizierung, Abrechnung, Fernwartung und Lastmanagement – unabhängig vom Hersteller. Dank OCPP können Betreiber verschiedene Hardware und Software flexibel kombinieren.
Open Clearing House Protocol (OCPH)
OCHP ist ein offener Standard für den Datenaustausch zwischen Ladeinfrastruktur-Betreibern und Roaming-Plattformen. Er ermöglicht die Interoperabilität im E-Mobilitätsmarkt, damit Fahrer mit einem einzigen Vertrag an vielen verschiedenen Ladestationen laden können. Über OCHP werden Informationen wie Verfügbarkeit, Preise, Authentifizierung und Abrechnung sicher übertragen.
Original Equipment Manufacturer (OEM)
Ein OEM ist ein Hersteller, der Komponenten oder Produkte für andere Unternehmen produziert, die diese unter eigener Marke verkaufen. In der Elektromobilität liefern OEMs z.B. Batterien, Motoren oder Steuergeräte an Automobilhersteller. Die Teile können angepasst werden, damit Hersteller ihre Markenidentität wahren und gleichzeitig von der Expertise des OEM profitieren.
PV Überschussladen
PV-Überschussladen bedeutet, überschüssigen Solarstrom aus einer Photovoltaikanlage direkt zum Laden eines Elektroautos zu nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Das spart Energiekosten, erhöht den Eigenverbrauch und kann die Amortisationszeit der PV-Anlage verkürzen. Eine intelligente Steuerung zwischen PV-Anlage, Gebäude und Ladestation sorgt dafür, dass möglichst viel Solarstrom genutzt wird und die Unabhängigkeit vom Netz steigt.
Peak Shaving
PV-Überschussladen bedeutet, überschüssigen Solarstrom aus einer Photovoltaikanlage direkt zum Laden eines Elektroautos zu nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Das spart Energiekosten, erhöht den Eigenverbrauch und kann die Amortisationszeit der PV-Anlage verkürzen. Eine intelligente Steuerung zwischen PV-Anlage, Gebäude und Ladestation sorgt dafür, dass möglichst viel Solarstrom genutzt wird und die Unabhängigkeit vom Netz steigt.
Photovoltaik (PV)
Photovoltaik wandelt Sonnenlicht mithilfe von Solarzellen in elektrischen Gleichstrom um. Im Gegensatz zu thermischen Solaranlagen, die Wärme erzeugen, produzieren PV-Anlagen Strom. Für die Elektromobilität bietet PV große Vorteile: Ein Elektroauto mit eigenem Solarstrom zu laden ist wirtschaftlich und ermöglicht emissionsfreies Fahren. Überschüssiger Strom kann über einen Wechselrichter ins Netz eingespeist oder in der Fahrzeugbatterie gespeichert werden.
Plug-in-Hybrid (PHEV)
Ein Plug-in-Hybrid (PHEV) kombiniert Elektro- und Verbrennungsmotor. Im Gegensatz zum Vollhybrid kann die Batterie über einen Stecker geladen werden – ähnlich wie bei einem Elektroauto. Dadurch bietet ein PHEV eine größere elektrische Reichweite und ermöglicht rein elektrisches Fahren. Die Batterie hat eine höhere Kapazität als bei Vollhybriden.
PHEVs werden in Deutschland nach BAFA-Richtlinien gefördert, um die Elektromobilität voranzutreiben. „Plug-in“ bedeutet, dass das Fahrzeug zum Laden eingesteckt wird. Der Elektromotor bezieht Energie aus der Batterie, während der Verbrennungsmotor zusätzlich verfügbar ist. Im Unterschied zu klassischen Hybriden benötigt ein PHEV Strom aus der Steckdose und gilt als Elektrofahrzeug.
Power Line Communication (PLC)
PLC ist eine Technologie, bei der das Ladekabel nicht nur Strom, sondern auch Daten überträgt. Hochfrequente Signale ermöglichen die Kommunikation zwischen Elektroauto und Ladestation. PLC wird vor allem bei CCS-Gleichstrom-Ladestationen eingesetzt und übermittelt Informationen wie Ladestatus und geladene Kilowattstunden.
Bisher keine Einträge
Range Extender (REX)
Ein Range Extender ist ein kleiner Benzinmotor, der über einen Generator Strom erzeugt, wenn die Batterie leer ist. So kann das Elektrofahrzeug weiterfahren, ohne sofort eine Ladestation zu benötigen. Im Gegensatz zu Hybriden treibt der Verbrennungsmotor das Fahrzeug nicht direkt an, sondern lädt nur die Batterie. Dadurch wird die Reichweite erhöht und die Flexibilität für den Fahrer verbessert.
RCD A EV
RCD A EV ist ein spezieller FI-Schutzschalter für Elektrofahrzeuge. Er erkennt nicht nur Wechselstrom-Fehlerströme (wie ein normaler Typ A), sondern auch gefährliche Gleichstrom-Fehlerströme, die beim Laden auftreten können.
Damit schützt er zuverlässig vor Stromschlägen und erfüllt die Sicherheitsanforderungen für E-Mobilität.
Reichweite
Die Reichweite eines Elektroautos bezeichnet die maximale Strecke, die mit einer vollen Batterie zurückgelegt werden kann. Sie hängt von Faktoren wie Fahrweise, Temperatur, Streckenprofil und Topografie ab. Hersteller geben oft Idealwerte an, die in der Praxis variieren.
Der Bordcomputer berechnet eine Prognose für die Restreichweite basierend auf bisherigen Fahrgewohnheiten und aktuellen Bedingungen. Häufiges Beschleunigen oder Bremsen kann die Reichweite deutlich reduzieren. Die Reichweite ist ein entscheidender Faktor bei der Wahl eines Elektroautos und beeinflusst die Planung längerer Fahrten.
Rekuperation
Rekuperation bezeichnet die Rückgewinnung von Energie beim Bremsen oder im Schubbetrieb. Statt die Bremsenergie als Wärme zu verlieren, wandeln Elektro- und Hybridfahrzeuge sie in Strom um und laden damit die Batterie. Das System erhöht die Reichweite um bis zu 20%, ersetzt aber nicht den Ladevorgang an einer Station. Auch Hybride ohne Ladeanschluss nutzen Rekuperation, um ihre elektrische Energie zu erzeugen.
Schnellladen
Schnellladen bezeichnet das Laden einer Fahrzeugbatterie mit hoher Leistung (über 22 kW). Im Gegensatz zum AC-Laden erfolgt es meist mit Gleichstrom, der direkt in die Batterie fließt. Dadurch verkürzt sich die Ladezeit erheblich und der Vorgang wird effizienter. Schnellladestationen ermöglichen es, Elektroautos in kurzer Zeit aufzuladen und erhöhen so die Alltagstauglichkeit.
Schuko-Stecker
Der Schuko-Stecker (Typ F) ist der Standard-Haushaltsstecker in Deutschland und vielen Teilen Europas. Er besitzt zwei Kontaktstifte sowie einen Schutzkontakt zur Ableitung von Fehlerströmen. Über eine Schuko-Steckdose ist das Notladen von Elektroautos möglich, jedoch nicht für Dauerbetrieb geeignet: Die maximale Ladeleistung beträgt ca. 3,7 kW, da der Stecker bei voller Belastung (16 A) schnell überhitzen kann.
Segeln
Segeln beschreibt eine effiziente Fahrweise bei Elektroautos: Das Fahrzeug rollt ohne Rekuperation oder Antrieb, um den Schwung optimal zu nutzen und Energie zu sparen. Im Gegensatz zum One-Pedal-Driving wird nicht automatisch gebremst. Ob Segeln oder Rekuperation effizienter ist, hängt vom Fahrzeug und den Einstellungen ab – oft kann der Fahrer den Modus selbst wählen.
Smart Grid
Ein Smart Grid ist ein intelligentes Stromnetz, das Elektrofahrzeuge zeit- und lastgesteuert laden oder Energie zurückspeisen lässt (bidirektionales Laden). Fahrzeuge können als mobile Speicher dienen und helfen, Verbrauchsschwankungen auszugleichen.
Smart Grids integrieren dezentrale Energiequellen und erneuerbare Energien, um die Versorgung zu stabilisieren. Voraussetzung sind intelligente Messsysteme, die eine effiziente und nachhaltige Elektromobilität ermöglichen.
Starterbatterie
Die Starterbatterie im Elektroauto (meist 12V) aktiviert das Hochvoltsystem und versorgt Verbraucher wie Steuergeräte, Beleuchtung und Infotainment. Ohne funktionierende Starterbatterie lässt sich das Fahrzeug nicht starten – ähnlich wie bei Verbrennern.
State of Charge (SoC)
Der State of Charge (SoC) gibt den aktuellen Ladezustand der Batterie an – meist in Prozent, vergleichbar mit der Tankanzeige bei Verbrennern. Zur Schonung der Batterie empfehlen Experten, den SoC zwischen 20% und 80% zu halten, da vollständiges Laden oder Entladen die Lebensdauer verkürzen kann. Einige Hersteller zeigen den Ladezustand grafisch statt als exakten Wert an, ähnlich einer klassischen Tankuhr.
Supercharger
Ein Supercharger ist ein von Tesla entwickeltes Schnellladesystem für Elektroautos. Es lädt die Batterie direkt mit Gleichstrom und umgeht das interne Ladegerät des Fahrzeugs. Die Ladesäulen verfügen über fest installierte Kabel und nutzen den Typ-2-Stecker für DC-Laden mit bis zu 70 kW Leistung.
Total Cost of Ownership (TCO)
Die Total Cost of Ownership (TCO) bezeichnet die Gesamtkosten, die über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs entstehen. Neben dem Anschaffungspreis berücksichtigt TCO alle laufenden Ausgaben wie Energieverbrauch (Kraftstoff oder Strom), Wartung, Service, Kfz-Steuer, Versicherungen sowie Kosten für Ladeinfrastruktur. Auch Förderungen und Steuervergünstigungen fließen ein. Zusätzlich können indirekte Kosten wie Zeitaufwand für Fahrzeugauswahl oder notwendige Schulungen berücksichtigt werden.
Traktionsbatterie/-akku
Eine Traktionsbatterie ist der Energiespeicher für den Antrieb von Elektrofahrzeugen und ähnlichen Fahrzeugen. Sie besteht aus wenigen bis zu mehreren tausend miteinander verbundenen Akkuzellen. Synonyme sind Zyklenbatterie, Traktionsakku oder Antriebsbatterie. Ihre Hauptfunktion: Energieversorgung für den Fahrzeugantrieb.
Umweltbonus
Der Umweltbonus ist eine staatliche Kaufprämie zur Förderung der Elektromobilität in Deutschland. Er wird über das BAFA beantragt und gilt für Fahrzeuge, die auf der Liste der förderfähigen Elektroautos stehen. Seit Januar 2023 wird ausschließlich der Kauf von vollelektrischen Fahrzeugen unterstützt; Plug-in-Hybride sind nicht mehr förderfähig. Ziel ist es, den Umstieg auf umweltfreundliche Fahrzeuge attraktiver zu machen.
Umweltbundesamt (UBA)
Das Umweltbundesamt (UBA) ist die zentrale Umweltbehörde Deutschlands und Teil des Geschäftsbereichs des Bundesministeriums für Umwelt. Mit über 1.600 Mitarbeitenden ist es die größte Umweltbehörde Europas. Zu den Aufgaben gehören die wissenschaftliche Beratung der Bundesregierung, der Vollzug von Umweltgesetzen und die Bereitstellung unabhängiger Forschung.
Im Bereich Elektromobilität unterstützt das UBA Maßnahmen zur CO₂-Reduktion, zertifiziert Einsparungen durch Elektrofahrzeuge und Biokraftstoffe und ist Ansprechpartner für den THG-Quotenhandel.
Voll-Hybrid-Fahrzeug
Ein Voll-Hybrid (auch Full Hybrid oder Strong Hybrid) kombiniert Verbrennungs- und Elektromotor. Der Elektromotor kann das Fahrzeug eigenständig antreiben, etwa beim Anfahren oder bei niedrigen Geschwindigkeiten – im Gegensatz zum Mild-Hybrid, der nur unterstützt. Die Batterie wird durch Rekuperation (Bremsenergierückgewinnung) geladen, nicht extern wie beim Plug-in-Hybrid. Voll-Hybride bieten elektrische Kurzstrecken und die Reichweite eines Verbrenners.
Volt (V)
Das Volt (V) ist die Einheit für elektrische Spannung. In der Elektromobilität bezeichnet es die Nennspannung des Fahrzeugakkus, die je nach Modell meist zwischen 300 und 1.000 Volt liegt – deutlich höher als die 230 Volt einer Haushaltssteckdose. Die hohe Spannung ermöglicht effiziente Energieübertragung und höhere Fahrzeugleistung.
Voltampere (VA)
Voltampere (VA) ist die Einheit der Scheinleistung (S), die sich aus Wirkleistung und Blindleistung zusammensetzt. In der Elektromobilität ist sie wichtig für die Dimensionierung von Ladeinfrastruktur: Die angegebene Scheinleistung zeigt, wie viel Gesamtleistung eine Ladesäule bereitstellen kann, einschließlich der Anteile für Wechselstrom-bedingte Blindleistung.
Wallbox
Eine Wallbox ist eine an der Wand oder Stelen montierte Ladestation für Elektrofahrzeuge. Sie bietet höhere Ladeleistung als eine Haushaltssteckdose und arbeitet mit Wechselstrom (AC) bei 230V oder 400V. Typische Ladeleistung: bis zu 22 kW. Standard ist ein Typ-2-Stecker mit festem Kabel. Wallboxen ab 3,6 kW müssen dem Netzbetreiber gemeldet werden, Modelle über 12 kW benötigen dessen Genehmigung.
Unsere Smart EVO Wallbox bietet ein robustes Metallgehäuse (IP54), RFID-Zugang, LED-Statusanzeigen und standardisierte Kommunikation (OCPP, EEBUS, Ethernet, Modbus TCP) sorgen für effiziente, sichere und servicefreundliche Nutzung. Profitieren Sie von integrierter Laststeuerung und intelligenter Netzsteuerung, damit Ihre Ladestation energieeffizient und zukunftsfähig bleibt. Nutzen Sie eine serviceoptimierte Ladeinfrastruktur, die nicht nur schnell und zuverlässig lädt – sondern sich auch nahtlos in Unternehmensprozesse integriert und langfristig wartbar bleibt.
Wasserstoff-Fahrzeug
Ein Wasserstoff-Fahrzeug (Brennstoffzellenauto) ist ein Elektrofahrzeug, das Strom in einer Brennstoffzelle erzeugt. Dabei reagiert Wasserstoff aus dem Tank mit Sauerstoff aus der Luft, wodurch elektrische Energie entsteht, die den Elektromotor antreibt. Neben Strom entstehen Wasser und Wärme – der Ausstoß erfolgt als Wasserdampf.
Der Wasserstoff wird in Hochdruck- oder kryogenen Tanks gespeichert. Die Umweltbilanz hängt von der Herstellungsart des Wasserstoffs ab: Grüner Wasserstoff (aus erneuerbaren Energien) ermöglicht sehr geringe Emissionen, während Wasserstoff aus Erdgas deutlich schlechter abschneidet. Die Infrastruktur für Wasserstofftankstellen ist noch begrenzt, wird aber ausgebaut.
Watt (W)
Watt (W) ist die Einheit für elektrische Leistung. In der Elektromobilität wird die Ladeleistung meist in Kilowatt (kW) angegeben. Sie beschreibt, wie viel Energie pro Zeiteinheit umgesetzt wird. Formel:
Leistung (W) = Spannung (V) × Stromstärke (A)
Die Leistung beeinflusst u.a. Ladezeit, Reichweite und Beschleunigung von Elektrofahrzeugen.
Wechselstrom (AC)
Wechselstrom (AC) ist elektrischer Strom, dessen Richtung und Stärke periodisch wechseln (50/60 Hz). Er wird für die Energieversorgung in Haushalten und Industrie genutzt. Beim Laden von Elektrofahrzeugen liefern die meisten Ladestationen Wechselstrom, der im Fahrzeug durch das Bordladegerät in Gleichstrom (DC) umgewandelt wird, um die Batterie zu laden.
WLTP
WLTP steht für „Worldwide Harmonized Light Duty Vehicles Test Procedure“. Das bedeutet so viel wie „ein weltweit stimmiges Testverfahren für leichte Nutzfahrzeuge“ und beschreibt ein neues Testverfahren, das den Fahrzeugverbrauch ermittelt. Basierend auf weltweit gesammelten realen Fahrdaten hilft es, eine realistische Autofahrt auch unter Laborbedingungen zu simulieren. WLTP berücksichtigt unterschiedliche Verkehrssituationen und Geschwindigkeiten sowie unterschiedliche Ausstattungsvarianten und Gewichtsklassen des Autos.
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